Sa. Jun 8th, 2024

Der Howey-Test ist ein juristischer Test aus den USA, der verwendet wird, um festzustellen, ob ein Finanzinstrument als „Wertpapier“ gemäss dem Securities Act von 1933 und dem Securities Exchange Act von 1934 gilt. Der Test stammt aus dem Fall „SEC v. W. J. Howey Co.“ von 1946, bei dem der Oberste Gerichtshof der USA entschieden hat, dass ein Investmentvertrag als Wertpapier eingestuft werden kann, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Der Howey-Test besteht aus drei Hauptkriterien:

  • Investment von Geld: Es muss eine Geldinvestition getätigt werden.
  • Gemeinsames Unternehmen: Die Investition muss in ein gemeinsames Unternehmen fliessen, wobei das Kapital der Investoren zusammengelegt wird.
  • Erwartung von Gewinnen aus den Anstrengungen anderer: Es muss eine Erwartung bestehen, dass die Gewinne vor allem aus den Anstrengungen von Dritten (z.B. der Geschäftsführung oder Betreibern des Unternehmens) resultieren.

 

Wenn alle drei Kriterien erfüllt sind, gilt das Finanzinstrument als Wertpapier und unterliegt den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften und Regulierungen.

Der Howey-Test ist besonders relevant für neue und aufkommende Finanzinstrumente, einschliesslich Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICOs). Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) nutzt den Howey-Test, um zu bestimmen, ob bestimmte Krypto-Assets als Wertpapiere eingestuft werden sollten und somit der SEC-Regulierung unterliegen.

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