Sa. Mai 18th, 2024

Bei dem neuen Ethereum-Upgrade Shapella wurden die beiden Netzwerkaktualisierungen Shanghai und Capella miteinander kombiniert und es beinhaltet mehrere tiefgreifende Änderungen. Durch das Upgrade wird es nun in Zukunft möglich sein, Gelder aus dem Staking von Ethereum 2.0 flexibel abzuheben. Diese Auszahlung der hinterlegten Ether beinhaltet auch regelmässige Netzwerkausschüttungen.

Wie funktioniert Ethereum-Staking überhaupt?

Viele der bedeutendsten Blockchain-Netzwerke wie Bitcoin zum Beispiel nutzen solche sogenannten Proof of Work (PoW) Konsensalgorithmen. Durch teils komplizierte mathematische Berechnungen, die dieser Mechanismus vornimmt, werden Transaktionen validiert. Dafür ist eine hohe Rechenleistung notwendig. Im Falle eines Proof of Stake (PoS) Algorithmus werden durch die Validatoren anstelle der Rechenleistung verpfändetet Kryptowährungen, sogenannte Stakes zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug dazu erhalten diese neben Tokenausschüttungen auch die Transaktionsgebühren des jeweiligen Netzwerkes.

Im Falle von Ethereum liegt das Minimum bei 32 Ether (kurz ETH) pro Validator: Das entspricht einem Wert bzw. einer Summe von rund 50’000 US-Dollar. Die Sperrung bzw. Hinterlegung der Ether führte vor dem Shapella-Upgrade dazu, dass dann keine Möglichkeit zum flexiblen Abheben bestand und der Wert für gewisse Zeit gebunden war.

Tipp: Viele der grossen Bitcoin-Börsen bieten mittlerweile ETH 2.0 Staking an.

Neue Möglichkeiten dank des Upgrades

Durch das neue Upgrade Shapella ist es den Anlegern nun allerdings möglich, die verpfändeten Ether abzuheben, sobald man in einer Warteschlange an der Reihe sind. Langfristig mindert diese Neuerung also das Bedenken und die Vorbehalte gegenüber Starking, da Geld nicht mehr länger in Form von Ether für ungewisse Zeit gebunden sein muss, wenn die Pflicht zur Sperrung wegfällt. Das sorgt also insgesamt für bald mehr Liquidität unter den Besitzern in der nächsten Zeit.
Dank der Ausschüttungen kann nun jedes teilnehmende Netzwerkmitglied zudem über Validatorsoftwares oder Staking-Derivate (LSDs) eine Rendite erzielen. Dadurch, dass Ether mit dem Upgrade Shapella zum Vermögenswert im digitalen Raum geworden ist, kommen beim Investment die regelmässigen Ausschüttungen an Ethern einer passiven Rendite gleich.
Insgesamt wird die Anlageform also sicherlich wesentlich attraktiver und birgt weniger Risiken. Die geschätzte Ethereum-Stakingrate von bis zu 10 % könnte sich daraufhin zu einem neuen Bewertungsstandard im Bereich der Kryptowährungen entwickeln.


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