Fr. Jan 27th, 2023

Als Reaktion auf die jüngsten Ereignisse in der Kryptowährungsbranche bereitet die kanadische Wertpapieraufsichtsbehörde (CSA) strenge Maßnahmen vor. Die gestrige Ankündigung beinhaltet Pläne zum Verbot von „fremdfinanzierten Transaktionen“ – oder fremdfinanzierten Geschäften – an allen in Kanada tätigen Kryptowährungsbörsen. Darüber hinaus wird eine Reihe zusätzlicher Vorschriften für den Krypto-Handel innerhalb des Landes eingeführt.

Verbot von Transaktionen mit Hebelwirkung auf dem Kryptowährungsmarkt

Die CSA veröffentlichte eine Erklärung, in der es heißt, dass Krypto-Plattformen die Vermögenswerte kanadischer Bürger nicht für ihre eigenen Aktivitäten nutzen und diese Krypto-Vermögenswerte in einem separaten Konto aufbewahren werden. Die Ankündigung besagt auch, dass Krypto-Vermögenswerte und Finanzinstrumente, die auf Krypto basieren, trotz verschiedener Maßnahmen zur Risikominderung ein hohes Risiko darstellen.

Einige der Elemente, die Kryptoanlagen risikoreicher machen, sind:

  • Durch Krypto-Unternehmen mangelhaft umgesetzte Registrierung
  • Miteinander in Wechselwirkung stehende Krypto-Vermögenswerte
  • Hohes Konkursrisiko der Krypto-Unternehmen
  • Möglichkeit einer Cyberattacke durch Hacker
  • Kursschwankungen von Kryptowährungen

Kanada ergreift strengere Massnahmen zur Kontrolle des Kryptomarktes

Zuvor hatte die kanadische Wertpapiervereinigung im August erklärt, dass Krypto-Unternehmen eine Vorregistrierungsverpflichtung vorlegen müssen, um ihre Geschäfte in dem Land zu betreiben. Mit diesen neuen, umfassenderen Regeln wird nun erwartet, dass dies revidiert werden könnte. Darüber hinaus sorgte ein neues Kryptowährungslimit für Frustration bei vielen Menschen, die an Kryptowährungen interessiert sind. Die kanadische Regierung schränkte nämlich den Kauf bestimmter digitaler Vermögenswerte ein, während andere weiterhin ohne Einschränkungen erworben werden konnten.

Der Markt hat noch nicht erfahren, wann die neuen Vorschriften in Kanada in Kraft treten werden. Mit den Nachrichten über diese bevorstehenden Vorschriften ist es jedoch offensichtlich, dass die kanadischen Behörden in Zukunft härtere Maßnahmen gegen digitale Vermögenswerte ergreifen werden. Fachleute auf diesem Gebiet sind sich einig, dass die Änderungen große Auswirkungen auf die in Kanada ansässigen Kryptounternehmen haben werden.

Im September verbot die kanadische Finanzaufsichtsbehörde Ontario Securities Commission (OSC) lokalen Kryptounternehmen den Handel mit der Währung USDT. Sie gab jedoch kein endgültiges Urteil darüber ab, ob die stabile Kryptowährung USDT von Tether als Wertpapier betrachtet wird. Die endgültigen Entscheidungen der kanadischen Behörden werden daher als Reaktion auf die gestiegenen Risiken auf dem Kryptomarkt gesehen – Risiken, die durch die jüngsten Ereignisse wie den Konkurs des Brokers FTX noch verstärkt wurden.

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