So. Jan 29th, 2023

Die Voraussage einer Rezession basiert auf dem Versuch der Zügelung von der Inflation durch die Zentralbanken, im Gegenteil zu den früheren Rezessionen. BlackRock vertritt die Meinung, dass zwar eine Rezession unmittelbar bevorsteht, es den Zentralbanken jedoch dieses Mal nicht möglich sein wird, mit einer Lockerung von der Politik die Märkte zu stützen.

Gemäss BlackRock befindet sich die Weltwirtschaft in einer hohen Volatilitätsphase, sodass die bisherigen Ansätze für Investitionen nicht mehr funktionieren werden.

BlackRock geht davon aus, dass die weltweite anstehende Rezession mehr Turbulenzen auf dem Markt auslösen wird als in der Vergangenheit, weil die Zentralbanken die Kosten für Kredite zur Eindämmung der Inflation massiv erhöhen. Die Weltwirtschaft ist nach vier Jahrzehnten mit Inflationen und einem stabilen Wachstum in einer Phase von höherer Instabilität mit bleibender Unvorhersehbarkeit. Damit dürfte es den Entscheidungsträgern in der Politik nicht mehr möglich sein, wie in den vorangegangenen Rezessionen die Märkte stark zu schützen.

Experten vertreten die Meinung, dass dies das Gegenteil der vergangenen Rezessionen ist, da die Bewertung der Aktien den bevorstehenden Schaden noch nicht widerspiegeln. Die Zentralbanken werden, entgegen der Erwartungen, keine Hilfestellung aufgrund des verlangsamten Wachstums im neuen System leisten können.

Zur Bewältigung der kommenden Volatilität benötigen Anleger mehr Dynamik, einer genaueren Anschauung von Regionen, Sektoren und Sub-Anlageklassen sowie häufigere Änderungen der Portfolios.

Makro-Volatilität

Strategen vertreten die Meinung, dass das, was in der Vergangenheit funktioniert hat, so nun nicht mehr funktioniert. Die Zeit ist durch grössere Makro-Volatilität und stärkere Kompromisse geprägt, sodass die herkömmliche Strategie, sich auf die fallenden Kurse einzulassen, nicht mehr gilt. Es wird keine Rückkehr zu den Bedingungen gesehen, den gemeinsamen Markt für Anleihen und Aktien aufrechtzuerhalten.

Die Bank of America, die Wall-Street-Banken sowie die Deutschen Bank warnten davor, dass durch die Liquiditätsrisiken und den Abschwung in der Wirtschaft, die US-Aktien im nächsten Jahr um über zwanzig Prozent einbrechen könnten. Der Aktienmarkt hat, gemäß Strategen, das potenzielle Ausmass des bevorstehenden Abschwungs in der Wirtschaft noch nicht einkalkuliert. Deshalb halten sie die Aktien von den Industrieländern aus taktischer Sicht auf dem Untergewicht, weil die Unternehmen zuerst selbst eine leichte Rezession widerspiegeln müssen.

Dass die Wirtschaft in den USA eine Rezession umgeht, wird lediglich als fünfunddreissig-prozentige Chance gesehen.

Erste Anzeichen für einen bevorstehenden Konjunktureinbruch sind der Rückgang von Verbraucherersparnissen, sinkender Zuversicht und Verzögerungen von geplanten Investitionen bei Unternehmen sowie die Abschwächung im Immobilienmarkt.

Der Index S und P 500 hat sich im Oktober vom Tief über dreiundzwanzig Monate mit über zwölf Prozent erholt. Dies insbesondere, weil sich durch den jüngsten Rückgang der Inflation die Geschwindigkeit bei der Zinserhöhung verlangsamen wird.

Bitcoin als Chance?

Der leitende Bloomberg-Analyst Mike McGlone ist zuversichtlich, dass Bitcoin neben Gold und US-Staatsanleihen als einer der Gewinner aus der Weltwirtschaftskrise hervorgehen wird.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass wir eine ziemlich schwere Weltwirtschaftskrise sehen werden, in der Bitcoin zusammen mit Gold und den US-Staatsanleihen glänzen kann.“

By Christian Mäder

Publisher and Founder >> Christian Mäder auf LinkedIn

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