So. Jan 29th, 2023

Seit rund zwei Jahren streitet sich Ripple mit der US-amerikanischen Regulierungsbehörde SEC um den Status von XRP. Handelt es sich dabei um ein unlizensiertes Wertpapier? Jeremy Hogan, Anwalt von Ripple glaubt, dass das Gerichtsverfahren kurz vor einem positiven Abschluss steht. Anleger bewerten dies als positiv – der Kurs der Kryptowährung zog kräftig an.

Darum ist XRP kein Wertpapier

Um als ein Wertpapier zu gelten, muss das Finanzprodukt den „Howey Test“ bestehen. Dabei handelt es sich um ein standardisiertes Prüfverfahren, bei dem alle der folgenden Fragen mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden müssen:

  • Wird von Investoren Geld bereitgestellt?
  • Ist die Unternehmung als gemeinschaftlich zu betrachten?
  • Werden von Vermögensverwaltern profitorientierte Leistungen erbracht?

Die ersten beiden Fragen können bejaht werden. XRP wird jedoch nicht aktiv verwaltet. Die Firma Ripple als Herausgeber hat keinen Einfluss auf den Preis der Kryptowährung. Laut Hogan bestünde keinerlei fortlaufende Rechtsbeziehung zwischen dem Herausgeber und den Käufern. Die SEC habe diesen Punkt ignoriert und bekäme nun die Quittung dafür. Wie absurd die Haltung der Börsenaufsicht ist, stellt der Anwalt an einem Beispiel dar.

So sei es absurd zu glauben, die Käufer von XRP würden eine Preissteigerung des Tokens von Ripple erwarten. Dies sei so, als würde man einen Tesla kaufen und dann Elon Musk verklagen, wenn der Wagen nicht an Wert gewinne.

Wird XRP das Gerichtsverfahren gewinnen?

Wenn wir Jeremy Hogan glauben, dann steht ein Sieg vor Gericht unmittelbar bevor. Doch stimmt dies auch? Fest steht jedenfalls, dass laut einer Umfrage die meisten XRP Käufer noch nie etwas von Ripple gehört haben. Es ist also unmöglich, davon auszugehen, dass sich die Käufer durch den anhaltenden Kursverfall von der Firma geschädigt sehen. Eine aktive Geschäftsbeziehung zwischen Käufern und Ripple besteht nicht nur nicht – sie wird auch nicht angenommen. Die Chancen auf einen Sieg sind daher vielleicht wirklich recht hoch. Fest steht zumindest, dass das Verfahren kurz vor einem Abschluss steht. So berichtet Hogan davon, dass die letzten Dokumente nun eingereicht wurden.

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