Mo. Dez 5th, 2022

Die Deutschen kaufen so viel Gold wie selten zuvor – und die Preise für das Edelmetall werden wohl weiter steigen. Experten gehen davon aus, dass der Trend anhält, auch wenn der Goldpreis zuletzt nach dem Höhenflug über die Marke von 2’000 US-Dollar etwas zurückgekommen ist und aktuell zwischen 1’600 und 1’700 US-Dollar pendelt. Die Menschen in Deutschland sind offenbar nervös aufgrund der anhaltenden Inflation, dem andauernden Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten. Die Nachfrage nach dem Edelmetall ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr:

Gold bald beliebter als Aktien?

Im dritten Quartal 2022 lagen die privaten Käufe fast 30 % höher als im Vorjahreszeitraum. Die Menschen investieren ihr Geld offenbar verstärkt lieber in Gold als in andere Anlagen wie Aktien oder Immobilien. Denn diese sind aufgrund der geopolitischen Situation und den deshalb stark steigenden Energiepreisen weiterhin erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten ausgesetzt. Viele Menschen haben Angst, dass ihr Geld bald nichts mehr wert sein könnte – und investieren daher lieber in Gold, das als stabile Währung gilt. Doch die hohe Nachfrage hat auch ihre Schattenseiten: So sind die Preise für Goldbarren und -münzen in den letzten Jahren stark gestiegen. Für viele Menschen ist es daher schwer geworden, sich das Edelmetall leisten zu können.

Die Goldkäufe sind durchaus berechtigt:
Gold ist ein sicherer Hafen in Zeiten von Unsicherheit. Es bietet Schutz vor Inflation und ökonomischen Turbulenzen und sollte deshalb in jedem Portfolio vorzufinden sein, da sie eine gute Möglichkeit zur Diversifikation der Risiken bieten.

Der Goldpreis befindet sich schon seit Jahren in einem stabilen Aufwärtstrend, der gelegentlich von Korrekturen unterbrochen wird. Korrekturen sind charttechnisch aber normal und sogar wünschenswert. Da die privaten wie institutionellen Investoren verstärkt nach sicheren Anlageformen suchen, dürfte an Gold auch langfristig kein Weg vorbeiführen. Vor allem der Krieg in der Ukraine und das russische Erdgas-Embargo tragen zur Steigerung des Goldpreises bei. Dennoch gibt es Stimmen, die vor einer Blase warnen und von einem baldigen Preisverfall ausgehen, der dann keine Korrektur mehr ist, sondern eine grundsätzliche Trendwende. Doch die Lage in der Ukraine ist weiterhin angespannt und es ist nicht abzusehen, wann der Konflikt beigelegt werden kann. Daher ist es wahrscheinlich, dass der Goldpreis auch in den kommenden Monaten weiter steigen wird.

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