Do. Jun 30th, 2022

Polkadot wird als ein „Open-Source-Sharding-Multichain-Protokoll“ verstanden. Es ermöglicht „Cross-Chain“-Übertragungen von Asset-Typen, wie beispielsweise von Token/Coins sowie von verschiedenen Daten. Polkadot gestattet die Übertragung zahlreicher Blockchains, die miteinander interoperabel sein können. Eine Interoperabilität bringt den Vorteil, ein privates und dezentrales Web einzurichten. Das Netzwerk wird von der Community kontrolliert. Zu gleichen Zeit können Anwendungen (Apps) gegebenenfalls von Institutionen für Dienstleistungen vereinfacht erstellt werden.

Das Polkadot-Protokoll ist in der Lage öffentliche als auch private Netzwerke (Chains) und sogenannte „Oracles“ sowie Zukunftstechnologien zu verbinden. Alle unabhängigen Blockchains können die Transaktionen und Informationen über die sogenannte „Relay-Chain“ von Polkadot miteinander austauschen. Dies kann in einer Art und Weise geschehen, die „trustless“ genannt wird. „Trustless“ heißt, dass Vertrauen zwischen den Nutzern nicht erforderlich ist. Der „DOT“-Token ist für drei Zwecke einsetzbar: Erstens dient er zur Bereitstellung der Netzwerkleitung. Weiterhin ermöglicht „DOT“ den Netzwerkbetrieb sowie die Schaffung von „Parachains“ durch sogenanntes „Bonding“. Parachains sind selbstständige Blockchains, die innerhalb des Polkadot-Netzwerkes parallel laufen.

Was sind die vier Kernkomponente von Polkadot?

Zunächst ist die „Relay Chain“ zu nennen, die als das Herzstück gesehen wird. Sie gewährleistet die Interoperabilität, den Konsens sowie die Sicherheit des Netzwerkes der unterschiedlichen „Chains“. Weiterhin gibt es die „Parachains“. Diese unabhängigen „Chains“ haben eigene Token, die für ihre bestimmte Anwendungsfälle optimiert werden. Und die „Parathreads“, die den „Parachains“ ähneln. Sie basieren im Gegensatz auf einem wirtschaftlichen „Pay-as-you-go“-Modell mit flexibler Konnektivität. Viertens gibt es die „Bridges“, die es den „Parachains“/“Parathreads“ ermöglichen, sich mit anderen externen Blockchains zu verbinden, wie beispielsweise mit dem „Ethereum“-Netzwerk.

Was ist einzigartig bei Polkadot?

Polkadot wird als „Sharded-Multichain-Netzwerk“ bezeichnet. Das heißt, dass mehrere Transaktionen auf verschiedenen „Chains“ parallel auf den „Parachains“ durchgeführt werden können. Die parallele Verarbeitungsleistung bringt erhebliche Vorteile für die Skalierbarkeit. Benutzerdefinierte Blockchains können mit den „Substrate“-Rahmen einfach und schnell entwickelt werden. Das Netzwerk ist flexibel, anpassungsfähig und Informationen sowie Funktionen können zwischen den Teilnehmern des Netzwerkes genutzt werden. Polkadot aktualisiert automatisch, sodass keine „Fork“ generiert werden muss, um neue implementierte Funktionen zu nutzen beziehungsweise Fehler zu beheben. Für Polkadot wurde ein benutzergesteuertes Governance-System erstellt, das zur Sicherheit des Netzwerkes beiträgt. Communitys können das Projekt nach eigenen Bedürfnissen und äußeren Bedingungen anpassen. Es gibt „Nominatoren“, „Validatoren“ sowie „Kollatoren“ und sogenannte „Fishermen“, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Die „Validatoren“ sichern die Masseninteroperabilität der diversen Blockchains. Transaktionen werden skaliert, indem die Daten über mehrere „Parachains“ verteilt werden. Polkadot nutzt den „NPoS-Mechanismus“ („Proof-of-Stake“), um „Nominatoren“ und „Validatoren“ auszuwählen und die Sicherheit zu verbessern. Polkadots einzigartiges Validitätssystem gestattet es „Chains“ miteinander zu interagieren, die trotzdem unabhängig bleiben.

By Christian Mäder

Publisher and Founder >> Christian Mäder auf LinkedIn

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