Do. Jun 30th, 2022

Ein Staatsfonds aus Singapur greift dem Kryptoanalyse-Startup Chainalysis mit einer kräftigen Finanzspritze unter die Arme. Die Asiaten investieren eine beträchtliche Summe von insgesamt 170 Millionen Dollar in das Unternehmen.

Chainalysis hatte bisher bereits 366 Millionen Dollar von diversen Investoren wie Accel, Benchmark, Paradigm oder Coatue erhalten. Im Jahre 2020 wurden in Singapur und Tokio Büros eröffnet. Ziel war es, die APAC-Präsenz des Unternehmens zu verdoppeln. Zum Kundenumfeld gehören mittlerweile Regierungsbehörden, Finanzinstitute, Börsen und auch Unternehmen aus dem Bereich der Cybersicherheit in mehr als 70 Ländern weltweit.

Expansion eines der grössten Bitcoin-Marktforscher

Chainalysis hat sich einen Namen damit gemacht, den Kriminellen in der Kryptowelt auf die Spur zu kommen. So hat das Unternehmen diversen Strafverfolgungsbehörden weltweit dabei geholfen, illegale Geschäfte mit Kryptowährungen aufzudecken und so einige böse Buben dingfest zu machen.

Erst neulich soll Chainalysis die bekannte Journalistin Laura Shin dabei unterstützt haben,den Verantwortlichen des DAO-Hack (es entstand insgesamt ein Schaden bei der Kryptowährung Ethereum in Höhe von beachtlichen11 Millionen Dollar), welcher im Jahre 2016 stattfand, zu ermitteln. Auch beim Bitfinex Hack (immerhin auch 3,6 Milliarden Schaden) unterstützte Chainalysis mit Tatkraft bei der Aufdeckung.

Der Betrugsmarkt in der Kryptobranche wächst ebenso rasant wie das Wachstum von Chainalysis, welches natürlich von diesem Umstand streng monoton steigend profitiert. „The Information“ berichtete als erstes über die aktuelle Finanzierungsrunde. Die genaue Quelle wurde dazu allerdings nicht angegeben. Man beruft sich auf das Internet.

Bei dem Staatsfonds aus Singapur soll es sich sich um GIC handeln. Da die Steuern in Singapur sehr niedrig sind, sind die Rahmenbedingungen für neue Startups und Kryptounternehmen sehr gut, was viele anlockt. Langsam wendet sich aber dieses Blatt.

Lokale politisch Verantwortliche versagen mittlerweile vielen Bewerbern die Betriebslizenz, und zudem wurde ein Verbot für öffentliche Werbung für Krypto-Dienstleistungen untersagt. So landete die bekannte Kryptobörse Binance auf einer Warnliste für Investoren. Die Folge dessen ist, dass Dubai für immer mehr Unternehmen als Ausweichort gesehen wird.

Foto CC0 Public Domain

By Christian Mäder

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