Di. Mai 17th, 2022

Das Münchener Krypto-Unternehmen Tangany verfolgt ambitionierte Pläne. Nach einer erfolgreichen Bootstrap-Phase, welches aus Eigenkapital bestritten wurde, wird nun Wagniskapital eingesammelt. Ermöglicht wird dies durch die Erteilung einer Lizenz zur Verwahrung von Kryptowerten. Bislang liegen rund 400 Millionen Euro an Krypto-Assets bei Tangany verwahrt. In Zukunft könnte diese Zahl deutliche anschwellen. Zahlreiche neue Produkte wie Staking und Yield-Farming locken Investoren.

Dabei hat es das Unternehmen insbesondere auf Geschäftskunden abgesehen. Exporno, die Quirin Bank sowie die Tezo Foundation haben sich Tangany bereits anvertraut. Berichten zufolge seien auch die Sparkassen an einem Einstieg interessiert. Denn: Die Münchener sind dafür bekannt, volatile Assets sicher zu verwahren. Die Tatsache, dass Sparkassen Interesse zeigen, darf nicht unterschätzt werden. Letztlich wurde ein Einstieg in die Krypto-Welt stets abgelehnt. Man wolle Sparkassenkunden keine Kryptowährungen anbieten. So heisst es zumindest offiziell – insgeheim hat man sich womöglich bereits Hilfe von Tangany geholt.

Die weitere Finanzierung steht

Die Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens und der eingebaute Schutz vor Hackerangriffen wird von den Kunden honoriert. Dies zeigt sich auch an der steil ansteigenden Wachstumskurve. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Jahresumsatz nicht bloß verdoppelt, sondern sogar verfünffacht. So ist es auch leicht verständlich, dass zahlreiche VC-Geber an dem schnell wachsenden Unternehmen brennend interessiert sind. Obwohl Tangany erst seit dem Jahr 2019 besteht, reissen sich Nauta Capital, HTGF und C3 VC um Anteile. Die Finanzierungsrunde stellte sich dabei als äusserst lukrativ heraus. Ganze 7 Millionen Euro konnten eingesammelt werden.

Tangany will neues Personal gewinnen

Der einzige Stein den Tangany noch aus dem Weg räumen muss, ist der Personalmangel. Doch dank der zusätzlichen Finanzierung besteht nun die Möglichkeit, hoch qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben. Dabei gibt sich das Fintech durchaus ambitioniert. Bis zum Jahresende sollen insgesamt 50 Mitarbeiter das mittelständische Unternehmen tatkräftig unterstützen. Mit welchen Benefits Interessenten rechnen können, ist bislang nicht bekannt geworden.

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