Do. Dez 8th, 2022

Die Inflationsrate steigt derzeit in ungeahnte Höhen, die längst in Vergessenheit geraten waren. Während das Gespenst der Inflation vor Jahrzehnten noch allgegenwärtig war, schien man sich lange Zeit eingerichtet zu haben. Eingerichtet mit einem stetigen Anstieg der Preise, der sich jedoch nicht signifikant von der Erhöhung des Lohnniveaus unterschied. Mit der Entwicklung der letzten Monate und den neuesten Zahlen ist das Schreckgespenst Inflation jedoch zurück. Der höchste Wert seit 1981 wurde im März verkündet und sieht eine Inflationsrate von 7,3%. Dass hier keine Lohnsteigerung mithalten kann und dass dies bedeutet, dass es vielen Menschen massiv an die Ersparnisse gehen wird, erklärt sich bei den genannten Zahlen nahezu von selbst. Kein Wunder ist es, dass immer mehr Menschen versuchen, ihr Geld am Kapitalmarkt wachsen zu lassen. Dies scheint die Möglichkeit zu sein, sich dem Wertverlust entgegenzustellen. Gerade die Deutschen waren hier lange Zeit mehr als zurückhaltend, werden nun aber ob der genannten Zahlen quasi in alternative Formen der Geldanlage gedrängt.


source: tradingeconomics.com

Auswirkungen des Krieges und der bevorstehenden Energiekrise

War es zunächst die Pandemie, welche in puncto Wirtschaft und Inflation ihr Unwesen trieb, ist es nun der von Russland vom Zaun gebrochene Krieg, der in vielen Bereichen für gestiegene Preise sorgt. Vor allem im Energiesektor drohen weitere Preissteigerungen, denn noch ist lange nicht klar, wie die Bewirtschaftung Deutschlands mit Energie in den kommenden Monaten und Jahren funktionieren soll, sofern eine Zusammenarbeit mit Russland auf allen Ebenen nicht mehr möglich sein sollte. Doch auch im Lebensmittelsektor sind stark gestiegene Preise zu beobachten, die mit Lieferengpässen gekoppelt sind. Der Vergleich mit dem Jahr 1981 liegt nah, denn hier war es zuletzt der Fall, dass derart hohe Inflationsraten vermeldet werden mussten. Es handelte sich um die Zeit der Ölkrise und man sieht dementsprechend viele Parallelen zur heutigen Situation. Kritik kommt derweil an denjenigen auf, welche teilweise blauäugig in Richtung der Energieabhängigkeit gesteuert sind und sich zu sehr auf einzelne Partner verlassen haben.

Beängstigend für Bürger und Experten an der derzeitigen Situation ist vor allem die Ohnmacht in puncto Reaktion. Schliesslich ist es noch nicht abzusehen, inwiefern sich die Situation des Krieges entwickeln wird und wie man in naher Zukunft auch wirtschaftlich wieder zusammenarbeiten können. Ebenso steht es noch in den Sternen, wie es möglich sein wird, Alternativen zu finden und von denen dann zu profitieren, um eine grösstmögliche wirtschaftliche Stabilität herzustellen.

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