So. Okt 2nd, 2022

Anfangs wurden Kryptowährungen – allen voran der Bitcoin – belächelt und nur von Techniknerds verwendet. Um sich eine eigene Wallet einzurichten, brauchte man Spezialwissen. Nachdem nach und nach Neobroker und Börsen das Handeln von Kryptowährungen mittels App vereinfacht haben, sind diese nun in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dies beweisen die neusten Entwicklungen bei der Volksbank.

Als eine der ersten klassischen Banken, bietet die Volksbank Raiffeisenbank Kurpfalz inzwischen auch Privatkunden den Handel mit Bitcoin an. Diese wagt hierbei einen Schnellschuss. Der genossenschaftliche Verbund will für den Handel mit Kryptowährungen laut Handelsblatt noch eine eigene, flächendeckende Lösung entwickeln. So lange wollte die Volksbank Raiffeisenbank Kurpfalz nicht warten und startet mit ihrer eigenen Übergangslösung.

Kooperation mit der Börse Stuttgart

Hierfür ist sie eine Kooperation mit der Börse Stuttgart eingegangen. Diese ist unter Kryptotradern bereits durch die BISON-App bekannt, mit der erstmalig in Deutschland auf einfache Art und Weise Kryptowährungen gehandelt werden konnten. Die Börse Stuttgart betreibt einen eigenen Handelsplatz für Kryptowährungen, Börse Stuttgart Digital Exchange, kurz BSDEX. Über diesen können unter anderem die Kryptowährungen wie Bitcoin Cash (BCH), Litecoin (LTC), Ripple (XRP), Ethereum (ETH), Uniswap (UNI) und Chainlink (LINK) gehandelt werden.

Bislang konnten nur eine überschaubare Anzahl an „gehobenen Privatkunden“ bei der Volksbank Raiffeisenbank Kurpfalz mit Kryptowährungen handeln. Bald soll dies jedoch auch der breiten Masse der Kunden zugänglich sein. Hierzu hat die Volksbank Raiffeisenbank Kurpfalz bereits die iPhone-App namens VR-BitcoinGoCard entwickelt.

Vor dem Handel mit Kryptowährungen soll den Kunden ein Gespräch angeboten werden, in welchem diese ausführlich über Chancen und Risiken informiert werden.

Hauptgrund für das Angebot der Volksbank Raiffeisenbank Kurpfalz ist nach eigenen Angaben, die Nachfrage der Kunden zu decken. Mit der geringen Provision, die die Bank bekomme, erwirtschafte sie derzeit keinen Gewinn, so Bereichsleiter Kalinasch.

Neben den Genossenschaftsbanken diskutieren mittlerweile auch die Sparkassen über die Möglichkeit, den Handel mit Kryptowährungen für die breite Masse der Privatkunden zugänglich zu machen. Diese sind noch zurückhaltend. Es zeichnet sich jedoch ab, dass über kurz oder lang neue Wege eingeschlagen werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Handel mit Kryptowährungen eröffnet gerade in Krisenzeiten die Möglichkeit der breiteren Diversifikation und einer neuen Assetklasse mit nicht vorhersehbaren Chancen und Möglichkeiten.
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