Di. Dez 6th, 2022

Die Energiekosten erklimmen immer weiter neue Höhen.

Im gesamten Jahr 2022 könnten nach Prognosen der Internationale Energieagentur (IEA) Preise von 80 € pro MWh für Erdgas anhalten.

Auch der Ölpreis zog zuletzt kräftig an. Zuletzt stieg die Rohölsorte Brent auf 113 USD pro Barrel. Dies ist der höchste Stand seit Juli 2014. Auch das Leichtöl WTI kletterte auf 110 USD pro Barrel. Auch hier markiert dies den höchsten Stand seit August 2013.

Die Ursachen für den starken Anstieg haben neben der Erholung der Weltwirtschaft und der damit einhergehenden vermehrten Produktion von Gütern nach der Corona-Pandemie vor allem einen Grund: Der Krieg in der Ukraine.

Dies führte dazu, dass immer mehr Ölimporteure kein russisches Öl mehr importieren, was zur Folge hat, dass auf dem Energie-Markt immer weniger Öl auf der Angebotsseite bei gleichbleibender Nachfrage vorhanden ist. Durch den somit entstandenen Nachfrageüberschuss steigen die Preise.

Doch der hohe Ölpreis wirkt sich nicht allein auf die Verbraucher an den Tankstellen oder beim Heizen aus. Auch die Weltwirtschaft könnte darunter leiden.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) bedient sich für die Auswirkungen des Ölpreises auf die Weltwirtschaft einer Faustformel: Steigt der Preis um 10 %, führt dies zu einem Rückgang des weltweiten BIP von 0,1 %. Bei einem BIP von 102 Billionen USD entspricht dies ca. 100 Mrd. USD.

Da der Ölpreis in den letzten zwölf Monaten um 70 % gestiegen ist, würde dies demnach zu einem Rückgang von 700 Mrd. USD führen.

Doch wie entwickelt sich der Ölpreis weiter und ist vielleicht eine Erholung in Sicht?

Kürzlich gab die Bundesregierung bekannt, dass sie Teile der strategischen Ölreserven freigibt. Dies ist allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein und wird den Ölpreis in Deutschland und der Schweiz nicht drücken.

Langfristig hingegen ist aufgrund der fortschreitenden Dekarbonisierung davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Öl und damit der Ölpreis sinken wird.

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