Do. Dez 1st, 2022

Das digitale Zeitalter im Bereich Finanzwesen hat schon längst begonnen. Seit Jahren haben digitale Währungen wie etwa der Bitcoin oder sein kleinerer Bruder, der Bitcoin Cash, schon ihren Siegeszug angetreten. Viele Anleger haben es bereits geschafft, ganze Vermögen durch Kursschwankungen von Kryptowährungen zu gewinnen, oder eben zu verspielen.

Es war fast schon zu erwarten, dass private Banken sowie die Europäische Zentralbank (EZB) dieser rasanten Entwicklung nicht lange gleichgültig zusehen werden. Deshalb wurde 2020 eine spezielle Taskforce der EZB ins Leben gerufen, mit dem Ziel, den Weg für die Erschaffung und Einführung des E-Euros zu ebnen.
Angeblich soll es mindestens 5 Jahre dauern bis alle Unklarheiten geklärt und die technischen Probleme gelöst worden sind. Doch dass es den E-Euro geben wird, das steht einmal außer Zweifel.
Deshalb wollen wir uns einmal anschauen, was der digitale Euro so alles zu bieten hat.

Der E-Euro – eine Blockchain oder doch etwas anderes?

Dass wir noch weit von der Einführung des digitalen Euros sind, zeigt bereits die Tatsache, dass es keine einheitliche Meinung über die technische Seite der neuen Währung gibt.

Alle digitalen Währungen, die wir heutzutage kennen, basieren auf der Technologie von Blockchain. Deshalb scheint es nur logisch, dass auch der E-Euro auf die bereits gewonnene Erfahrung aufbaut und ebenfalls die Blockchain als technische Basis nutzt. Schließlich sollte man das ganze Wissen, das man bei mehr als 11’000 digitalen Token gesammelt hat, nicht aus dem Fenster werfen und das Rad neu erfinden.
Doch was ist eine Blockchain? Viele Menschen wissen nicht genau, wie das funktioniert. Hier kommt eine einfache Erklärung.

Die Blockchain – das, was jede Kryptowährung ausmacht

Alle Eigenschaften, die digitales Geld auszeichnen, ergeben sich gerade aus den Merkmalen der Blockchain. Es ist eine bereits etablierte Technologie, die man sich als eine verteilte Datenbank vorstellen kann. Gespeichert wird nicht zentral auf einem einzigen Server. Stattdessen werden alle Transaktionen mit digitalem Geld in einem Hauptbuch aufgezeichnet, von dem alle Teilnehmer des Netzwerks eine Kopie besitzen. Dass es gerade deshalb nicht zu Fälschungen kommen kann, liegt auf der Hand. Für eine digitale Münze wie den E-Euro ist das von maßgeblicher Bedeutung. Denn ein fälschungssicheres Geld will schließlich jeder haben.

Doch warum nennt sich die Blockchain so? Der Namensursprung ist ganz schnell erklärt, wenn wir den Begriff ins Deutsche übersetzen. Die Blockchain ist eine Blockkette. Eine Reihe von Blöcken, die aufeinanderfolgen und aneinander geknüpft sind. Jeder Block wird dabei einzeln verifiziert und der Blockchain hinzugefügt. Das geschieht anhand komplizierter mathematischer Rechnungen. Als Endergebnis ist jede Transaktion, die so ein Block darstellt, nicht nur sicher, sondern auch anonym.

Doch warten Sie – anonyme Zahlungen und Europäische Zentralbank unter einem Dach? Ob das wirklich stimmen kann? Es ist nur schwer vorstellbar, dass man die Kontrolle über Zahlungsabwicklungen so leicht aus den Händen gibt.

Ungewissheit und Zögern bei den EU-Institutionen

Die Finanzminister der EU sind sich einig: Der E-Euro ist die Zukunft. Doch wie diese Zukunft genau aussehen wird, da hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Während Experten die Blockchain als die logische Technologie für den digitalen Euro sehen, bevorzugen Institutionen ein konventionelles Datenbanksystem. Gründe für ein solches sollte es angeblich genug geben. Das digitale Geld sollte nämlich das „normale“ Geld nicht ersetzen, sondern nur schnelle Zahlungen ermöglichen. Und die gemeinsame Existenz zweier Geldsysteme kann man ja bekanntlich nur zentral bewältigen.

Auch eine Regelung, sprich entsprechende Gesetze, wünschen sich die Finanzminister der EU, bevor wir mit dem E-Euro unsere ersten Zahlungen tätigen können. Risiken will man hier nicht unnötig eingehen.

Doch verdanken Bitcoin und Co. ihre Existenz nicht gerade dem Wunsch, der Kontrolle der Banken zu entkommen und Zahlungsmittel zu erschaffen, die man nicht manipulieren kann? Dass es sich hierbei um einen Widerspruch mit der Idee von Kryptowährung handelt, ist offensichtlich.

Wir können also nur gespannt warten, wie sich der Streit um die technische Umsetzung des neuen digitalen Euros lösen wird. Doch wagen wir jetzt den Zeitsprung in die Zukunft, um zu sehen, was der E-Euro für jeden von uns mit sich bringen wird.

Was verspricht der E-Euro seinen Nutzern?

Zwei Vorteile des zukünftigen digitalen Geldes der EU haben wir bereits erwähnt – Anonymität (zwar immer noch umstritten) und Sicherheit. Dazu gesellen sich noch zwei weitere Stärken. Der E-Euro wird sekundenschnelle und sehr kostengünstige Überweisungen ermöglichen, und zwar über die Landesgrenzen hinaus. Besonders für Unternehmen und Banken wird das sicherlich interessant sein.

Doch wird es auch für ganz gewöhnlichen Menschen möglich sein, mit dem E-Euro zu bezahlen, zum Beispiel in Online Casinos Schweiz? Hier handelt es sich meistens um relativ kleine Beträge, die sogenannten Micro Payments. Und hier kommt die gute Nachricht. Gerade den kleinen Zahlungsverkehr sollte der E-Euro begünstigen. Die technischen Voraussetzungen dafür sind schon geschaffen. Digitales Geld kann man bekanntlich nicht in einer normalen Geldbörse oder gar in der Kreditkarte verstauen. Doch Wallets, die speziell für die Coins entwickelt wurden, gibt es schon viele auf dem Markt. So eine digitale Geldbörse kommt zum Beispiel in Form einer App daher, die man ganz unkompliziert auf dem Smartphone überall nutzen kann.

Stellen Sie sich nur vor: Sie erledigen Ihre täglichen Einkäufe und dann scannen Sie an der Kasse nur den QR-Code ein, die Adresse Ihres Kryptowallets. Dasselbe tun Sie auch beim Shoppen im Internet. Keine Überweisungen, die Tage dauern. Keine versteckten Kosten wie bei anderen Zahlungsdiensten. Ein Traum. Doch dorthin scheint es noch ein weiter Weg zu sein. Dennoch birgt der E-Euro weitere Vorteile.

Der E-Euro macht die Automatisierung von Zahlungen realistisch

Heute sind fortschrittliche Entwicklungen wie das Internet der Dinge (IoT) in aller Munde. In diesem Szenario verfügt jede Maschine und jedes Gerät zu Hause über eine Netzverbindung und ist in der Lage, selbstständig Handlungen, Abbuchungen und andere Transaktionen, auch mit dem E-Euro, durchzuführen. Da wäre es zum Beispiel möglich, dass in Zukunft Ihr Kühlschrank ganz von alleine merkt, welche Lebensmittel nachgekauft werden müssen. Es folgt schnell eine Bestellung und bezahlt wird in … nun, Sie haben es erraten – in E-Euro.

Fazit: Der E

Nun müssen wir ganz ehrlich zu Ihnen sein. Die Europäische Zentralbank sieht das nicht ganz so. Die Pläne sind, dass ein E-Euro-Konto auf maximal 3’000 Euro begrenzt sein wird und nur zum Shoppen eingesetzt werden kann.

Doch alles in Bezug auf den digitalen Euro steckt noch in den Kinderschuhen. Eine Krise jagt die andere und viele Anleger machen sich Gedanken, ob Sie Ihr Vermögen nicht mit einer Anlage in E-Euro schützen können. Im Unterschied zum Bitcoin und Co., dessen Kurs stark schwankt, ist der E-Euro jedoch an den stabilen Euro gebunden.
Der E-Euro wird kommen und alle hier aufgeworfenen Fragen werden sich bald von selbst beantworten!

By Christian Mäder

Publisher and Founder >> Christian Mäder auf LinkedIn

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