Mo. Mai 16th, 2022

Knapp jeder dritte Schweizer nutzt die Dienstleistungen von Neo-Banken. Doch laut Swiss Payment Monitor gibt es noch mehr überraschende Forschungsergebnisse.

Im Rahmen der Studie Swiss Payment Monitor werden in der Zusammenarbeit zwischen der Universität St. Gallen und der ZHAW detaillierte Fakten, Zahlen und Erkenntnisse zur Thematik des Zahlungsverhaltens und dem Umgang mit Geld in der Schweiz gesammelt.

Da die Studie äusserst breit aufgestellt ist, wird auch der Bereich der Neo-Banken umfassend untersucht. Unter diesen Punkt fallen Faktoren, wie die Bekanntheit, die Nutzerzahlen und der Umfang in Anspruch genommener Leistungen.

Inzwischen nutzen rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung die Leistungen von Neo-Banken
Schweiz: Inzwischen nutzen rund 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung die Leistungen von Neo-Banken

Neo-Banken werden immer bekannter und beliebter

In einer Umfrage der Studie konnte ermittelt werden, dass 75,2 % der Schweizer mindestens eine Neo-Bank kennen. Mit einem Bekanntheitsanteil von 49,1 % führt die App CSX von der Credit Suisse, dicht gefolgt von Revolut mit 45,8 %. Auch Zak von der Bank Cler mit 39 % und Neon mit 35,3 % konnten im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Studie deutlich an Bekanntheit zulegen.

Die Forscher der Studie Swiss Payment Monitor weisen jedoch darauf hin, dass der Rekordwert der CSX von der Credit Suisse leicht nach oben verfälscht sein könnte. Grund dafür ist die gleichnamige Stammbank, die einen Teil des Bekanntheitsgrades unter den Befragten für sich beanspruchen könnte.

Auffällig ist die seit Mai 2021 hinzugekommene Neo-Bank Yuh, die in einem so kurzen Zeitraum bereits von 18 % der Befragten als bekannt eingestuft wurde.

Mindestens 29 % sind bereits Nutzer von Neo-Banken

Die Kundenzahlen steigen rapide, so konnte die Gesamtnutzerzahl aller Neo-Banken innerhalb eines halben Jahres um 5,6 % ansteigen. Die meisten Nutzerzahlen verzeichnet derzeit die Neo-Bank Revolut mit einem Kundenanteil von 11.8 % am Gesamtmarkt.

Zusätzlich konnten auch Zusammenhänge zu dem Geschlecht und Alter zugeteilt werden. So seien tendenziell mehr Männer Kunden von Neo-Banken. Mit zunehmenden Alter sinkt zudem die Wahrscheinlichkeit, ein Kunde in einer dieser Banken zu sein.

Über 90 % der Kunden nutzen das Angebot der Neo-Banken als Ergänzung zu den Dienstleistungen herkömmlicher Anbieter. 62,6 % werden auch in naher Zukunft nichts an dieser Kombination ändern wollen, sodass nur 28,9 % bereit sind, einige Dienstleistungen ihrer klassischen Anbieter abzubestellen.

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