Do. Okt 21st, 2021

Steht uns ein heisser Oktober bevor? Erstmalig seit der Finanzkrise im Jahr 2008 stehen die Zeichen wieder auf Sturm. Kracht es noch diesen Herbst? Ein sogenannt schwarzer Freitag, mit Kursabschlägen im zweistelligen Prozentbereich, ist nicht unwahrscheinlich. Die Frage ist nicht ob und wann es wieder einmal kracht auf dem Börsenparkett, sondern vor allem wie heftig.

Auch der Börsenexperte „Mr. Dax“ alias Dirk Müller sieht ein Sturm aufkommen:

Aus diesen 5 Gründen stehen uns stürmische Zeiten bevor:

  • Ab Freitag hat die US-Regierung einmal mehr kein Geld mehr, und im Oktober kann das Finanzamt keine neuen Schulden mehr emittieren, ausser der Kongress handelt. Und wenn die amerikanische Regierung, Beamten und Soldaten wieder wochenlang keinen Lohn erhalten, wird nicht konsumiert. Die Konsumenten bilden mit ihren Ausgaben das Rückgrat der US-Wirtschaft.
  • Die aktuelle Krise betrifft nicht nur den Westen, sondern seit langer Zeit gerät auch der sonst so solide chinesische Finanzmarkt ins Wanken. Wohneigentum ist für viele Menschen aus Asien genau so wertvoll wie wie Gold. Momentan ist einer der grössten Anbieter von Investitionen in Immobilien beinahe insolvent.
  • Die Inflation (Teuerung) steigt und steigt und macht vielen Menschen Angs. Die Preise steigen. Einige Zentralbanken haben bereits einen Kurswechsel angekündigt und wollen weniger Geld drucken und die Zinsen anheben. Weniger Geld heisst weniger Geld für die (Aktien)Märkte.
  • Es gibt massive Problme in der Supply Chain (Lieferketten) der Weltwirtschaft. Wegen Pandemie sowie Massnahmen waren in China zeitweise ganze Häfen wochenlang lahmgelegt. Dazu kommt, dass beispielsweise in England LKW-Fahrer fehlen. Es gibt kaum mehr Benzin in Grossbritannien; leere Regale in Supermärkten. Und in Norwegen  mangelt es an Aluminium, Beton usw. Man könnte diese Liste ziemlich lange fortführen. Sicher ist, wenn Firmen nicht produzieren können, wirkt sich dies auf den Aktienkurs aus.
  • Energie ist teuer auf dem Kontinent. Die Preise für Gas, Strom, Kohle und CO2-Zertifikate sind massiv gestiegen dieses Jahr. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Fazit:

All dies sind Anzeichen dafür, dass es an der Börse irgendwann auch mal wieder runter gehen wird. Und wenn ein Strohfeuer erlischt, kann es schnell gehen. Leider sind bei einem grossen Crash alle Assetklassen und Handelsgüter betroffen: Aktien, Gold, Silber, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und eben auch digitale Assets wie Bitcoin. Langfristig gesehen sind aber Dinge und Technologien wie Bitcoin sicher ein guter Hedge gegen ein fragiles Finanzsystem. Und wenn Kriege übers Land ziehen, dann werden wohl wieder Alkohol, Zigaretten und Wolldecken gefragt sein. Und ja, in der Schweiz gilt ja, kluger Rat: Notvorrat.
Allerdings haben kleinere bis mittlere Crashes auch einen grossen Vorteil: Es ist ein Zeichen, dass der Markt lebt. Und wenn es für alle runter geht, heisst das auch immer, dass alles günstiger wird ;).

Foto CC0 Public Domain via Unsplash

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