Do. Okt 21st, 2021

Nicht nur der Stromverbrauch ist beim Bitcoin-Mining enorm. Auch der dabei entstehende Elektroschrott erreicht laut einer Studie ungeahnte Dimensionen. Pro Jahr entstehen davon etwa 30.700 Tonnen, bestehend aus nicht mehr genutzten Rechnern. Sollte der Bitcoin-Kurs steigen, könnte sich diese Zahl in Zukunft zudem mehr als verdoppeln.

Das Problem der Kurzlebigkeit

Bitcoin-Mining ist attraktiv. Für das Bereitstellen von Rechenleistung, welche die Blockchain aufrechterhält, erhalten die Miner Einheiten der Bitcoin-Währung. Das hat zu einem regelrechten Wettrüsten geführt, bei dem sich die Lebensdauer der eingesetzten Rechner drastisch verkürzt hat. Um möglichst effizient und gewinnbringend zu sein, wird die beste Hardware benötigt. Das wissen auch die Hersteller. Sie bringen deshalb regelmäßig effizientere Rechner auf den Markt.

Das Problem ist nun, dass diese ASIC-Miner nur für ganz spezifische Aufgaben eingesetzt werden können. Werden sie durch neuere Hardware ersetzt, dann sind sie für andere Anwendungen unbrauchbar. Durch die schnelle Entwicklung in diesem Feld hat sich ihre Lebensdauer deshalb auf durchschnittlich 1,29 Jahre verkürzt. Sie landen im Elektroschrott, obwohl sie grundsätzlich noch funktionstüchtig sind. Sie weiter einzusetzen wäre allerdings nicht mehr gewinnbringend. So konnte es passieren, dass pro Bitcoin-Transaktion im Schnitt etwa 272 Gramm an Elektroschrott anfielen.

Wechsel auf Proof-of-Stake als Lösungsvorschlag

Um der Blockchain einen neuen Block hinzuzufügen, muss dieser zuvor verifiziert werden. Beim Bitcoin geschieht dies über den sogenannten Proof-of-Work. Hierbei müssen die Miner ein komplexes Puzzle lösen, wofür viel Rechenleistung benötigt wird. Die Folge sind ein hoher Strom- und Hardwareverbrauch.

Bei dem Proof-of-Stake-Verfahren ist der Einsatz hingegen nicht die Rechenleistung und der Strom, sondern die Kryptowährung selbst. Um Blockerzeuger werden zu können, müssen sogenannte Validatoren Coins im Netzwerk hinterlegen. Das Blockrecht wird anschließend über ein Wahlverfahren unter den Validatoren verteilt. Hierfür wird deutlich weniger Rechenleistung benötigt.

Damit ließe sich nicht nur der Berg an Elektroschrott reduzieren, sondern auch der hohe Stromverbrauch. Die Autoren der Studie empfehlen deshalb einen Umstieg auf das Proof-of-Stake-Verfahren.

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