Sa. Sep 18th, 2021

Es kommt einem auf den ersten Blick ziemlich wirr vor: Was bitteschön hat Tomatensuppe mit Inflation und Wirtschaftstheorie zu tun?

Auf den ersten Blick nicht viel. Aber es ist eben superspannend: Erstens einmal ist die Verpackung legendär, retro im Stil; dennoch topaktuell. Aber Design ist bekanntlich Geschmackssache. Zweitens, und jetzt kommt’s:

Retro aber dennoch zeitgemäss: Auch das Design kommt bei den Konsumenten gut an.
Retro aber dennoch zeitgemäss: Auch das Design kommt bei den Konsumenten gut an.

Eine Büchse Tomatensuppe der Firma Campbell enthält seit 1890 exakt und immer dieselbe Menge an Tomatensuppe. Damit ist diese Tomatensuppe wahrscheinlich das einzigste Produkt der Welt, welches so lange exisitiert und sich in der enthaltenen Menge nie veränderte.
Klar, die Verpackung wurde im Verlaufe der Jahrhunderte auf die jeweilige Vorgaben von Marketing und Gesetz angepasst. Die Menge an Tomatensuppe in der Dose aber, diese blieb immer dieselbe. Und jetzt kommt’s: Damit eignet sich dieses Produkt wie kein anderes, um die Inflation sichtbar zu machen.

Und daher hat die Medienmitteilung der Firma Campbell kürzlich für ziemlich grosse Schlagzeilen gesorgt: Der Preis für die berühmte Tomatensuppe soll erneut angehoben werden. Nun kostet eine Büchse genau ein US-Dollar im Schnitt. Interessant wird es nun allerdings, wenn man den Preisverlauf einer Büchse Tomatensuppe im Verlaufe der Zeit anschaut. Bis in die 70er Jahre kostete eine Dose in der Regel 10 Rappen oder eben 10 Cent.

Hier der Preisverlauf einer Tomatensuppe seit 1895 in einem Chart dargestellt: (Die Währung ist US-Dollar)

 

Eine Büchse Tomatensuppe der Firma Campbell Soup kostet aktuell exakt 1 US-Dollar.
Eine Büchse Tomatensuppe der Firma Campbell Soup kostet aktuell exakt 1 US-Dollar.

 

Die Inflation gibt in den USA zu reden. Denn einige Dinge sind viel teurer, also noch vor einem Jahr. Beispielsweise haben sich die Preise von Stadthotels in Amerika teilweise mehr als verdoppelt. Dies ist allerdings nachvollziehbar, denn in den USA herrschte fast landesweit ein Lockdown und Touristen und Geschäftsleute konnten nicht mehr in das Land einreisen. Aber auch das Benzin und die Mietpreise stiegen innerhalb eines Jahres rasant.

Hier ein interessanes Beispiel: Die Mieten in der Wüstenstadt Phoenix stiegen innerhalb eines Jahres um satte 14 Prozent. Wo geht die Reise hin? Selbst wenn die Inflation, wie von den US-Behörden prognostiziert, dieses Jahr „nur“ 4 bis 5 Prozent beträgt; diese Preissteigerung macht viele US-Bürger nachdenklich und viele fragen sich natürlich, wie man sich vor Inflation schützen kann.

Bloomberg berichtet aktuell über die steigenden Mietpreise in den USA:

 

Quellen:

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