Mittlerweile gibt es mehr als 3000 unterschiedliche Kryptowährungen. Einige davon sind weltbekannt, andere gehen derzeit eher in der Masse unter. Dass es so viele verschiedene Währungen gibt, liegt unter anderem daran, dass es für jede Privatperson sehr einfach ist, eine eigene Währung zu erstellen. Dadurch haben sich bereits verschiedenste Menschen an die Kreation einer Währung gewagt. Natürlich sind dabei nicht alle erfolgreich. Der Erfolg hängt einerseits davon ab, ob man früh genug in den Sektor eingestiegen ist, andererseits aber von der Vertrauenswürdigkeit, die eine Kryptowährung ausstrahlt. Um die Integrität einer Kryptowährung zu unterstreichen, muss ein starkes Design her. Dieses sollte nicht nur im Logo umgesetzt werden, sondern auch auf den physischen Coins, die mittlerweile ebenfalls erhältlich sind. Wir sehen uns einige der Designs genauer an!

Bitcoin: Der Frontrunner

Wenn über Kryptowährungen gesprochen wird, ist natürlich immer eine Währung im Gespräch: Bitcoin. Der Entwickler Satoshi Nakamoto entwarf das Konzept für Bitcoin bereits 2008 und war damit einer der ersten Ideengeber für Kryptowährungen. Da Bitcoin zur ersten offiziellen, digitalen Währung zählt, hatte Nakamoto hier natürlich einen Bonus. Bitcoin ist bis heute die wertvollste Kryptowährung der Welt und hat 2021 wieder mit einem rasanten Höhenflug gestartet. Der Name Bitcoin lässt sich relativ einfach deuten, denn er besteht aus den Worten „Bit“ und „Coin“. Ein Bit ist eine Maßeinheit für eine Datenmenge, die immer nur aus zwei gleich wahrscheinlichen Optionen besteht. Da Computer binär geschalten sind, kann in einem Bit immer nur eine 0 oder eine 1 gespeichert werden. Aus der Summe an Bits entsteht dann das gesamte digitale Computersystem, denn dank Bits kann Code in binärer Sprache implementiert werden. Der Name Bitcoin könnte dadurch auch einfach als „digitale Münze“ übersetzt werden. Sieht man sich die goldfarbene Coin der Kryptowährung an, so entdeckt man ein Design mit ähnlicher Aussage. Das B ist dominant im Vordergrund, dahinter verlaufen zahlreiche Leitungen, die an Schaltkreise auf dem Motherboard erinnern. Rund um die Außenkante verlaufen dazu einige Begriffe: „Bitcoin, Digital, Decentralized, Peer to Peer“ (übersetzt: Bitcoin, digital, dezentralisiert, Rechner-Rechner-Verbindung). Damit wird vor allem der wichtige Aspekt, dass Bitcoin nicht über eine Bank oder ein anderes Finanzinstitut läuft, sondern direkt von Rechnern dezentral übertragen wird.

Litecoin: Der Klon von Bitcoin

Litecoin

Litecoin: Die stabilste und günstigeste Bitcoin-Variante, insbesondere was Transaktonen angeht

Nachdem Bitcoin seinen unglaublichen Erfolg bereits früh feiern konnte, entstanden verschiedene Klone, die als Open-Source-Projekte veröffentlich wurden. Dazu zählt auch Litecoin. Die digitale Münze ist nicht annähernd so viel wert wie ihr Counterpart, hat allerdings dieselben Eigenschaften auf technischer Ebene. Die Münze von Litecoin wurde etwas simpler gestaltet und besteht aus Silber. Ihre dezenten Streifen und ihre Größe erinnern dabei stark an Jetons in der Spielbank. Jedes Casino produziert seine eigenen Chips in spezialisierten Fabriken, ähnlich wie auch jede Kryptowährung über eigene Coins verfügt. Litecoin ist größer als die meisten Münzen von Fiatwährungen wie dem Euro und kommt damit den Jetons deutlich näher als einer regulären Währung. Am Rand der Coin steht ein lateinisches Zitat geschrieben: „Vires in numeris“. Übersetzt bedeutet dies so viel wie „Stärke in Zahlen“, was auf den englischen Spruch „Strength in numbers“ anspielt. Damit ist wahrscheinlich gemeint, dass die Kryptowährung ihr volles Potential nur dann ausschöpfen kann, wenn viele Menschen Litecoin einsetzen und ihre Verbreitung ansteigt.

Dogecoin: Aus einem Scherz wird Ernst

Als die Kryptowährung Dogecoin 2013 veröffentlich wurde, sollte sie eigentlich eine Parodie auf Bitcoin sein. Der Begriff „Doge“ wurde von einem Internetmeme abgeleitet, dass auf Plattformen wie 9Gag gerne verwendet wird. Damit ist eigentlich das Wort „dog“ also Hund gemeint, dieses wurde allerdings absichtlich falsch geschrieben. Der „Doge“ ist ein Shibahund, der seine Begeisterung für alltägliche Dinge mit Sprüchen wie „so much wow“ (übersetzt: so viel wow) zum Ausdruck bringt. Auf der Coin von Dogecoin befindet sich der besagte Shiba natürlich auch. Der Hund aus dem Meme schaut den Besitzer förmlich an, darüber steht das Wort „Wow“ geschrieben. Der Text am Rand der Münze ist ebenfalls von den Memes inspiriert: „Wow much coin how money so crypto plz mine v rich very currency“. Wem das Meme nicht bekannt ist, der wird mit diesem Text nur relativ wenig anfangen können. Dass müssen Käufer allerdings auch gar nicht, denn es gibt genügend andere Gründe für eine Investition. Seitdem Tesla-Chef Elon Musk die Kryptowährung pusht, hat auch Dogecoin ein enormes Wachstum durchgemacht.
Kryptowährungen sind eigentlich digitale Systeme, allerdings haben die bekanntesten Blockchains auch ihre eigenen physischen Coins herausgebracht. Die Designs der Münzen sind gut durchdacht und haben eine starke Symbolik.