Verdrängt Bitcoin bald Gold als beliebtestes Wertaufbewahrungsmittel? Laut der zur Bank of Singapore gehörenden OCBC Bank hat die Kryptowährung durchaus das Potenzial dazu.

Die OCBC Bank beruft sich bei ihrer Einschätzung auf eine aktuelle Studie zum Thema Digitalwährungen. Diese hebt die Vorteile von Bitcoin und Co. deutlich hervor. Dazu gehört in erster Linie die hohe Flexibilität im Handel und als Wertanlage. Damit verbunden steigt jedoch auch das Betrugsrisiko, so Mansoor Mohi-uddin, Chefvolkswirt der Bank of Singapore.

„Die Regierung betrachtet neue Technologien skeptisch, da diese die nationalen Währungen in Gefahr bringen. Mit dem Wachstum digitaler Währungen nimmt auch die Macht der politischen Entscheidungsträger über finanzielle Aspekte ab.“

Der letzte Punkt ist einer der Gründe für das steigende Interesse der Regierungen an eigenen digitalen Währungen. Zuletzt hatte auch die europäische Zentralbank die Entwicklung einer eigenen Digitalwährung in den Raum gestellt.

Bitcoin muss stabiler werden

Die OCBC Bank bescheinigt Bitcoin ein großes Potenzial, stellt dafür jedoch auch einige Anforderungen an die Kryptowährung. Demnach müsse die Volatilität in Zukunft deutlich abnehmen. Zurzeit ist gerade Bitcoin, aber auch die Währungen, die im Fahrwasser des Klassenprimus schwimmen, starken Schwankungen unterworfen. Eine Verbesserung der Liquidität könnte dieses Problem in Zukunft beheben.

Außerdem muss es künftig vertrauenswürdige Institutionen geben, die Bitcoin und Co. sicher verwalten. Zwar gibt es auf dem Markt bereits einige Plattformen, die für diese Aufgaben zuständig sind, ein langfristiger Marktführer hat sich bislang jedoch noch nicht herauskristallisiert.

Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann Bitcoin laut der OCBC Bank als echte Konkurrenz zu Gold angesehen werden. Aktuell gewinnt Bitcoin immer mehr an Boden. Dies liegt auch am steigenden Misstrauen gegenüber veralteter Währungen. Es bleibt abzuwarten, ob und wann die Prognose der OCBC Bank eintreten kann.