Das ist jetzt doch sehr überraschend: Revolut fügt seinem Dienst einige weitere Kryptowährungen hinzu. Eigentlich wäre es besser gewesen, erstmal Bitcoin, Litecoin und Ethereum richtig zu integrieren. Sodass die Kunden diese auch richtig und selbstständig versenden und empfangen können. Aber stattdessen fügt nun Revolut einfach so einige weitere digitale Währungen hinzu.

Revolut Screenshot

Revolut: Screenshot aus der Revolut App

Nur, bei Revolut kann der Kunde keine echten Bitcoins kaufen. Ja es sind nicht mal Futures auf Bitcoin, denn der Kunde hat zu keinem Zeitpunkt Anrecht, die gekauften Bitcoins auch tatsächlich zu erhalten. Es sind lediglich Tracker-Zertifikate auf digitale Währungen die man da kauft. Was, wenn Revolut Pleite geht? Das wird so schnell nicht passieren, aber man weiss ja nie. Selbst in diesem Fall wird wahrscheinlich der europäische Einlageschutz nicht gelten, da dieser meist nur für Guthaben in Euro gilt. Zudem ist unklar, wie es mit derartigen Verträgen nach dem Brexit aussieht.

Kritisch zu hinterfragen ist auch die Auswahl von Revolut. Nach welchen Kriterien stellt Revolut das Sortiment zusammen? Alles in allem ist es natürlich positiv, wenn Revolut weiter in Richtung Kryptowährungen geht. Dieser Schritt macht Bitcoin&Co. einer breiten Masse zugänglich und sensibilisiert diese für derartige Themen. Dennoch wäre zu wünschen, dass Revolut endlich Transaktionen in Bitcoin zulässt. Denn nur wer Bitcoin empfangen und versenden kann, kann wirklich in die neue digitale Welt eintauchen. Tracker Zertifikate und derartiges bieten die anachronistischen Börsenplätze ja bereits seit Jahren an.

The new assets will join Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC), Bitcoin Cash (BCH), XRP, and Stellar Lumens (XLM), which are already available on the application.

Quellen: