Die Blockhain-Technologie ist längst nicht mehr nur auf die Anwendung im Finanzwesen beschränkt. Jack Dorsey, der CEO von Twitter, unterstreicht dies, indem er es in Betracht zieht, Blockchain für den bekannten Kurznachrichtendienst zu nutzen.

Am 25. September hat es Jack Dorsey auf dem Virtual Oslo Freedom Forum bekannt gemacht: Blockchain wird in Zukunft eine maßgebende Rolle in der Weiterentwicklung des Kurznachrichtendienstes spielen.

Das offene System ermuntert Nutzer zur Mitarbeit

Blue Sky, eine gemeinnützige Organisation, wurde damit beauftragt, ein öffentliches Blockchain-Protokoll zu erstellen. Außerdem wurden die Nutzer und Nutzerinnen von Twitter dazu aufgerufen, an dem Protokoll selbst mitzuarbeiten und es auszugestalten. Derzeit werden mindestens weitere fünf Mitarbeiter von Blues Sky gesucht, so Dorsey.

Dezentralisierung für mehr Sicherheit

Dorsey betonte, dass Sicherheit für den Kurznachrichtendienst höchste Priorität habe und man erwarte, dass die Dezentralisierung und die Zunahme an Sicherheit Hand in Hand gehen werden.

Der entscheidende Unterschied von dezentralen Netzwerken zu zentralisierten Netzwerken ist, dass die Macht im Netzwerk selbst von einer entscheidenden Instanz in die Hände der Nutzer, des Kollektivs gelegt wird.

Fokus auf Machine-Learning und Anonymität

Es sei enorm wichtig, die Sicherheit und Anonymität der Nutzer von Twitter zu sichern, so Dorsey. Gleichzeitig muss sich die Plattform jedoch auch vermehrt den Problemen Bots und Hackerangriffe stellen. Dorsey betonte, dass man bei Twitter in dem Feld auf Machine-Learning setzen werde. Jack Dorsey ist davon überzeugt, dass mit der Zunahme der Macht der Nutzer die Sicherheit des gesamten Systems gesteigert werde. So sollen sich Angriffe wie eines 17-jährigen Hackers vergangenen Juli verhindert werden. Der Hacker konnte sich mit seinem Angriff Zugriff auf die Accounts Prominenter verschaffen.