Wir haben es alle ja schon länger vermutet, nur der mathematische Beweis für einen Zusammenhang fehlte bis anhin. Umso schöner, wenn eine These nun auch exakt bewiesen wird. Die Vermutung, das der Bitcoin-Preis mit den Anzahl Google-Suchanfragen korreliert, bleibt noch zu beweisen. Den Beweis, dass die Anzahlt Suchanfragen die das Keyword „Bitcoin“ enthalten, einen direkten Zusammenhang zum gehandelten Volumen haben, erbrachten soeben italienische Wisssenschaftler.

Das Reslutat dieser Studie vorweg: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,60 wirken sich die Anzahl Suchanfragen direkt auf das drei Tage später gehandelte Volumen an Bitcoin aus!

Drei Wissenschaftler von der Universita‘ degli Studi di Cagliari, Martina Matta, Ilaria Lunesu und Michele Marchesi, gingen folgendermassen vor. Anmerkung: Eigentlich ein sehr „logisches“ Vorgehen und ich hätte mich ganz bestimmt schon eher damit befasst, hätte ich mathematische Funktionen zum Beweisen von Abhängigkeiten (besser) gekannt.

Auf der einen Seite wurden die Anzahl Google Suchanfragen die das Keyword „Bitcoin“ beinhalten genommen:

Für die spezifische Studie wurden diese Daten verwendet: Google Suchanfragten für Bitcoin im Zeitraum Juni 2014-Juli 2015:

Das Tradingvolumen wurde vom Service Blockchain.info ausgelesen (lässt sich auch als .csv exportieren)

trading_volume
Correlation Bitcoin

Damit hat die Korrelation nun einen Wert von -1 bis +1. Als mathematische Methodik wurde die verzögerte Pearson Kreuzkorrelation verwendet, mit G als Variable für die Anzahl täglicher Suchanfragen und T als Variable für das tägliche Transvervolumen an Bitcoin. Mit der Granger Kausalität Analyse werden die Zeiträume analysiert.

correlation4

Wobei eine positive Korrelation insbesondere im Zeitraum von 3 Tagen nach den Suchanfragen gefunden wurde:

Correlation

Fazit

In dieser Studie wurde ein mathematischer Zusammenhang zwischen der Anzahl Bitcoin Suchanfragen bei Google und dem tatsächlich gehandelten Volumen in Bitcoin festgestellt. Dabei kann gesagt werden, das sich insbesondere das gehandelte Volumen drei Tage nach den Suchanfragen am ehsten wiederspiegelt. Google Trends ist also ein sehr verlässliches Orakel. Die Initianten der Studie werden nun weitere Netzwerke wie Facebook und Twitter mit in ihre Studie einbeziehen. Und es gibt ja wahrlich noch genugt spannende Thesen, die im Bereich Bitcoin aufgestellt und eben bewiesen werden können.

[1] Bitcoin Studie