Di. Aug 9th, 2022

Schon bald könnte das kleine Land Singapur im Jahre 2020 den ersten Schritt zu einem echten Blockchain-Zahlungssystem voranschreiten, denn nach rund drei Jahren Entwicklungsarbeit hat die Regierung von Singapur das neue Zahlungssystem namens UBIN vorgestellt – das System ist nun auch für eine kommerzielle Nutzung frei verfügbar, sobald die letzte experimentelle Phase erfolgreich abgeschlossen ist.

Das Ziel des neuen Blockchain-Zahlungssystems UBIN ist dabei relativ einfach formuliert: Singapur möchte nicht nur ein einfaches, sondern vor allem ein effizientes Zahlungssystem entwickeln, welches nicht auf digitalen Token basiert, die von der Zentralbank ausgestellt werden. Dabei fungiert UBIN mit rund 14 Geldinstituten weltweit und wurde mithilfe von Microsoft Azure Blockchain weiterentwickelt. Die letzte Phase des Projektes hat gerade gestartet – es sind nicht nur einfache Zahlungen möglich, Kunden können auch z.B. Versicherungen oder Lieferkettenfinanzierungen über das neue Blockchain-Zahlungssystem verwalten oder abschliessen.

Schon seit mehreren Jahren interessiert sich ein Grossteil der Banken für die Entwicklung eines solchen Systems, im Jahre 2017 gab es einen ersten Erfolg mit einem japanischen Prototypen, welcher den Geldtransfer zwischen In- und Ausland ermöglicht hatte. Auch hier ist die grundlegende Idee die Vereinfachung der grenzüberschreitenden Zahlungen mithilfe der neusten Technologie, die diese nicht nur günstiger, sondern vor allem auch sicherer machen soll.

Sollte sich UBIN als erfolgreiches System herausstellen und in der letzten Testphase ebenfalls erfolgreich verlaufen, so hat Singapur womöglich schon sehr bald ein neues Zahlungssystem. Auch andere Banken aus anderen Ländern der Welt werden sich dieses System sicherlich als Vorbild nehmen, etwas Ähnliches zu implementieren und einzusetzen, denn nur so können Banken das Blockchain-Geschäft auch in ihr Repertoire aufnehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

X