„Yield Farming“ ist ein Konzept aus dem Bereich der „Decentralized Finance“, kurz DeFi. Dabei geht es unter anderem um Ethereum-Tokens wie Compound (COMP) oder Balancer (BAL). Mittels geschicktem Kapitaleinsatz sollen Investoren Renditen „farmen“ können. Doch wie genau geht das?

Ernte und Rendite

Zunächst klären wir kurz den Begriff „Yield Farming“. Der stammt ursprünglich aus der Landwirtschaft und beschreibt schlicht den Ertrag einer landwirtschaftlichen Arbeit, der sich nach Abzug der Kosten für die Saat und Bodenbearbeitung ergibt. Dieser Begriff hielt dann in die Finanzwirtschaft Einzug. Man investiert in einen bestimmten Markt und bekommt am Ende, wenn alles klappt, die „Ernte“, also die Renditen.

DeFi Hype

In den letzten Monaten hatte sich ein regelrechter Hype rund um DeFi entwickelt. Investoren suchen nach neuen Möglichkeiten, in Kryptowährungen zu investieren. Und auch der Begriff „Yield Farming“ hat sich in diesem Kontext durchgesetzt. Eine der einfachsten Möglichkeiten für das Yield Farming ist es, auf DeFi-Plattformen Kryptowährungen zu verleihen und damit Zinsen zu erwirtschaften. Die Zinsen bezahlen diejenigen, die sich die Kryptowährungen leihen, etwa um auf fallende Preise beim Margin Trading zu spekulieren. Die Zinssätze können je nach Plattform variabel sein. Effektives Yield Farming besteht darin, den besten Zins zu erhalten.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Tokens, auf Ethereum basierende Kryptowährungen. Wer seine Kryptowährungen zum Lending bereitstellt, der bekommt auf der jeweiligen Plattform etwa den Compound- oder Balancer-Token als Belohnung. Um am Yield Farming teilnehmen zu können, hinterlegen die Teilnehmer eine Sicherheit und bekommen dafür den jeweiligen Token ausgehändigt. Bei Compound etwa senden die Nutzer ihre Sicherheit an einen Smart Contract, welcher ihnen ein Anrecht auf die erwirtschafteten Zinsen zusichert.

Hyp rund um Compound Token

Gerade um den Compound-Token hatte sich in den letzten Monaten ein Hype entwickelt. Die Situation mag manche an die Blasen-Phase von 2017 erinnern, bei der immer mehr Shitcoins den Markt fluteten. In der Tat liegt hier ein gewisses Risiko. Es handelt sich um einen sehr jungen, gehypten Markt, bei dem die Euphorie schnell wieder verpuffen kann. Gleichzeitig bietet das Yield Farming Chancen, die eigene Investition passiv für einen arbeiten zu lassen.