Wie die SpaceChain Foundation Mitte Mai bekanntgegeben hat, kooperiert der Konzern ab sofort mit Core Semiconductor. Ziel ist eine Ausweitung des hauseigenen dezentralen Satelliten-Programms.

Core Semiconductor ist ein Technologieunternehmen, welches sich in erster Linie auf das Internet der Dinge und Rechenplattformen fokussiert. Mit der Investition in das Unternehmen will die SpaceChain Foundation den nächsten Schritt zum großen Ziel gehen: die Gründung der weltweit ersten Open-Source-Hardwareplattform, mit der Downlink-Verbindungen von Satelliten aus dem Orbit zu Mobiltelefonen und anderen Geräten auf der Erde möglich sein soll.

Die Technologie soll später jedem Nutzer zugänglich sein. Hierfür wird sie im Hinblick auf die Blockchain-Industrie konzeptioniert und entwickeln. Mit der Technologie lassen sich Anwendungen mit niedrigen Bitraten im Bereich von 1250 Bytes pro Minute ausführen. Dadurch eignet sie sich beispielsweise für verschlüsselte Signaturen und die Überprüfung von Blockchain Hashes.

Die Infrastruktur soll laut CTO und Mitbegründer von SpaceChain, Jeff Garzik, an GPS angelehnt sein:

„GPS ist ein Protokoll mit niedriger Datenrate, das die Art und Weise, wie wir die Welt navigieren, verändert.(…) Das Hinzufügen sicherer direkter Downlink- und Standortfähigkeiten zu Geräten auf einer robusten, mehrschichtigen, globalen, dezentralisierten Infrastruktur wird die Blockchain zur Massenanwendung bringen”.

Quelloffene Hardware-Plattform

Die Hardware-Plattform des Projekts ist quelloffen und damit für jeden frei einsehbar. Interessierte können sich direkt auf GitHub selbst ein Bild von der Sicherheit und Korrektheit des Entwurfs machen.
Die europäische Weltraumbehörde (European Space Agency) hat bereits vor geraumer Zeit damit begonnen, die Blockchain-Technologie in Satelliten zu realisieren. Damit ist es bereits jetzt möglich, Bergbaustandorte genau zu kartographieren. Es bleibt abzuwarten, welche Entwicklungen die Blockchain im Weltraum noch nehmen wird.