Grayscale Investments, eine US-Amerikanische Investitionsgesellschaft, kauf derzeit rund 150% aller neu geschürften Bitcoins auf, die seit dem sogenannten Halving, das am 11. Mai stattgefunden hat, entstanden sind. Demnach hat Grayscale seit dem Halving 18’910 Bitcoins aufgekauft, während erst 12’337 neu geschürft wurden.

Ein Bitcoin-Marktforscher namens Kevin Rooke erklärt, dass die Investmentgesellschaft allein im ersten Quartal des Jahres 2020 über 30% der Gesamtmenge neuer Bitcoins erworben hat. Somit hat der Fonds über 60’000 Bitcoin in den letzten 100 Tagen angesammelt.Auch fliesst den Fonds von Grayscale weitaus mehr Kapital zu, als es im Jahresvergleich im ersten Quartal 2019 noch der Fall war. So verzeichnen die US-Amerikaner einen Anstieg von 800% mit einem Kapitalfluss von rund 30 Millionen Dollar im ersten Quartal.

Wie einem Tweet von Grayscale Chef Silbert zu entnehmen ist, scheint das Vereinnahmen von Bitcoins noch nicht zu Ende zu sein. So wandte er sich an Rooke und erklärte, dass im zweiten Quartal noch ganz andere Zahlen zu sehen sein werden:

Der Kryptoforscher meint, dass der Krypto-Fonds inzwischen doppelt so viele der digitalen Coins pro Tag kauft, als es im Vorjahr der Fall war.

Grayscale zum Thema CBDC, die Zentralbank-Digitalwährungen

Oftmals wird der Bitcoin mit den CBDCs gleichgestellt, von dieser Ansicht distanzieren sich die Verantwortlichen bei Grayscale jedoch. In einem Bericht wird erklärt, dass vor allem das Thema Dezentralität den Unterschied ausmacht. So sind Kryptowährungen wie der Bitcoin sehr dezentral gestaltet, davon sei bei den CBDCs jedoch wenig zu sehen.

Eine weite wichtige Differenz besteht darin, dass Kryptowährungen wie der Bitcoin den Geldbegriff gänzlich neu auffassen wollen, während die Währungen der Zentralbanken eher der Unterstützung bestehender Infrastrukturen dienen sollen. Daraus schliesst der Bericht von Grayscale allerdings auch, dass eine erfolgreiche Digitalwährung der Zentralbanken eher förderlich für die Beliebtheit von Bitcoin und andere Digitalwährungen wirken kann. Denn auch der Ökonom John Vaz meint, dass die CBDCs keinen echten Mehrwert schaffen, sondern eher der Ausdruck dafür sind, dass Zentralbanken nicht sonderlich viel von Kryptowährungen halten.

Asset Under Management:

Grayscale verwaltet mittlerweile 1.7 Milliarden Kundengelder alleine im Grayscale Bitcoin Trust. In der Tabelle unter AUM gelistet, was soviel wie Asset Under Management heisst: