Im Rahmen der gemeinsamen Anstrengungen der Union zur Bewältigung der COVID-19-Krise gibt das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) den Start der „EIT-Initiative zur Krisenbewältigung“ („EIT Crisis Response Initiative“) bekannt. Der EIT-Verwaltungsrat hat beschlossen, 60 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln für Innovatoren zu mobilisieren und hochwirksame Lösungen zur Bewältigung dieser beispiellosen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderung zu unterstützen. Die Finanzmittel ermöglichen die Inangriffnahme neuer Innovationsprojekte zur Bewältigung der unmittelbaren Krise im Rahmen der „Projekte zur Reaktion auf die Pandemie“ („Pandemic Response Projects“) und werden durch zusätzliche Mittel im Rahmen des „Instrument zur Unterstützung von Vorhaben“ („Venture Support Instrument“) hoch innovative Start-ups, Scale-ups und KMU unterstützen, die für eine schnelle Erholung der Wirtschaft entscheidend sind.

Mariya Gabriel, die für das EIT zuständige Europäische Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, sagte:

 

„In einer Phase der Krise, wie wir sie derzeit erleben, müssen wir sicherstellen, dass die Ressourcen gezielt eingesetzt werden, um rasch Ergebnisse zu erzielen. Wir sorgen dafür, dass die finanzielle Unterstützung aufgestockt und schneller an diejenigen verteilt wird, die an den vielversprechendsten Antworten auf die schwierigen Fragen arbeiten, die Covid-19 aufwirft. Dank der EIT-Krisenhilfe können Innovatoren in der EU zusätzliche Unterstützung erhalten, die ihnen dabei hilft, diese Ausnahmesituation zu überwinden und weiterhin innovative Lösungen für Europa und seine Bürgerinnen und Bürger zu liefern.“

Dirk Jan van den Berg, Vorsitzender des EIT-Verwaltungsrats, fügte hinzu:

„Um den Kampf gegen die Beeinträchtigungen im Zuge von COVID-19 in Europa zu gewinnen, müssen wir eng zusammenarbeiten und unsere Ressourcen mobilisieren. Mich hat das Durchhaltevermögen der Unternehmen beeindruckt; durch die EIT-Krisenhilfe wird sichergestellt, dass sie zu einem kritischen Zeitpunkt finanzielle Unterstützung erhalten. Sie wird außerdem dazu beitragen, dass wir uns in der Phase der Erholung auf die Schaffung einer gesünderen, grüneren und nachhaltigeren Zukunft für unseren Planeten und seine Bewohner konzentrieren.“

Die neue Initiative des EIT besteht in erster Linie aus zwei Aktivitäten, die über die Wissens- und Innovationsgemeinschaften des EIT in Europa umgesetzt werden sollen:

  • Instrument zur Unterstützung von Vorhaben (Venture Support Instrument): Start-ups, Scale-ups und KMU sind in hohem Maß von der COVID-19-Krise betroffen. Investitionen versiegen und es kommt zu erheblichen Kapitalfluss-Engpässen. Die zusätzliche Unterstützung durch das EIT (Finanzierung, technische Hilfe und Vernetzung) wird innovativen Unternehmungen helfen, die Krise zu überstehen und ihr Wachstum zu beschleunigen.
  • Projekte zur Reaktion auf die Pandemie (Pandemic Response Projects): Mehr als je zuvor braucht es Innovationen und neue Lösungen, um der gegenwärtigen Krise zu begegnen und zu verhindern, dass diese sich wiederholen kann. Das EIT-Ökosystem ist agil und wird Innovatoren mobilisieren, die den Auswirkungen der COVID-19-Krise entgegentreten, sowohl was die unmittelbaren Gesundheitsbelange als auch weiter gefasste Antworten auf die Krise angeht.

Mit den Finanzhilfen in Höhe von 60 Millionen Euro werden Innovationen in den Bereichen Gesundheit, Klimawandel, Digitalisierung, Lebensmittel, nachhaltige Energien, Mobilität in der Stadt, Fertigung und Rohstoffversorgung gefördert. Entsprechend der Flexibilität des EIT-Innovationsmodells haben die acht Wissens- und Innovationsgemeinschaften des EIT entschlossen auf die Krise reagiert und werden in den kommenden Wochen zusätzliche europaweite Ausschreibungen für diese Aktivitäten durchführen.

Weitere Informationen über die EIT-Initiative zur Krisenbewältigung (EIT Crisis Response Initiative) und zusätzliche Mittel für Innovatoren finden Sie in diesem Factsheet.