PayPal wurde von den COVID19-Massnahmen der Regierenden der Welt hart getroffen und musste einen markanten Gewinnverlust verbuchen: Im ersten Quartal betrug der Überschuss lediglich 84 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Das entspricht einem Rückgang um 87 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Das Unternehmen blickt aber optimistisch auf das kommende Quartal. Denn wenn man den Verlust genauer betrachtet, sind es nicht die fehlenden Kunden und Transaktionen, sondern ganz einfach Rückstellungen. Paypal nutzt sozusagen die Krise aus um „etwas Verlust“ zu verbuchen und erhöht die Rückstellungen für Kreditausfälle um 237 Millionen Dollar, was die Bilanz stark belastete. Die PayPal-Aktie kam denn auch nur kurzzeitig unter Druck, bleibt aber immer noch nahe ihrem Allzeithoch bei 150 US-Dollar. Dies zeigt folgendes: Die PayPal-Aktionäre glauben an eine Zukunft der digitalen Zahlungen. Trotz — oder vielleicht gerade wegen der COVID19-Krise.

PayPal teilt Kundendaten mit der halben Welt

PayPal gerät allerdings immer mehr in Kritik, weil der Konzern die „Kundendaten mit der halben Welt teile„. Und die Kritik ist nicht unberechtigt. Früher teilte PayPal die Daten mit wenigen Behörden, wie beispielsweise dem Steueramt sowie mit der Strafverfolgung. Heute werden diverse Daten und Metadaten mit zahlreichen Partnern wie Revisoren, kommerzielle Partner, lokale Behörden diverser Länder, Werbefirmen, Anbietern von Finanzprodukten und so weiter geteilt. Und diese Partner teilen die heiklen Daten wiederum mit weiteren Geschäftspartnern, externalen Dienstleistern usw. Mit anderen Worten: PayPal soll die Kontrolle sowie die Übersicht über die Finanzdaten der Kunden und den Zugriffsrechten darauf komplett verloren haben.

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How PayPal Shares Your Data