Wie ein User auf Reddit schreibt, wurde sein Geschäftskonto bei PayPal mit dem Guthaben von 3’000 willkürlich und ohne Angabe von Gründen für 180 Tage gesperrt. Dies sei umso tragischer, da dies mitten im globalen Lockdown passiere und viele Menschen mit Geldnot zu kämpfen haben. Ob diese Geschichte stimmt, ist nicht bewiesen. Aber der Vorgang und die Schilderungen scheinen in sich stimmig zu sein.

Wie der empörte PayPal-Kunde schreibt, sei sein PayPal-Account vollständig verifiziert gewesen. Auch sei der Geldeingang via legaler Rechnung erfolgt:

In a time where the majority of population is struggling with money, these thieves are able to lock funds just like this, potentially leaving people without anything. The funds came in my company’s fully verified account from 1 transaction of a single client, with regular invoice, contract and VAT ID. No fraud or any other illegal bs like they’re trying to say.

Rarely i’ve been so relieved and happy of having and using the majority of my savings in bitcoin.

Es ist in der Tat so, dass PayPal einige der Accounts via Software-Filtersystem einfach per se sperrt, wenn das intellligente Filtersystem einen Verdacht meldet. Diese Sperrungen betreffen dann eben auch einige „reguläre“ Accounts. Aber diese Massnahme soll helfen, die Accounts von Betrügern ausfindig zu machen. Normalerweise können die Kunden dann ihre Accounts wieder telefonisch freischalten lassen. Allerdings kann es dann bis zu einer Woche dauern und es ist nicht immer ganz einfach, bei der PayPal Hotline die richte Anrufzeit zu erwischen und dann auch noch durchzukommen. Warum der Kunde von einer Sperrung von 180 Tagen spricht, ist nicht ersichtlich. Diese Zeitdauer deutet auf eine Standard-Sperrung hin, dh. diese wird vollzogen, wenn eine an einer Transaktion beteiligten Parteie ein „Veto“ einlgegt und die Transaktion als verdächtig meldet.

Es ist wie mit den Herdplatten: man glaubt als kleines Kind einfach nicht, dass diese heiss sind. Erst nach einem oder mehrmaligen hinfassen „brennt“ sich diese Erfahrung ins Gehirn ein. So verhält es sich mit den traditionellen Bankkonten, PayPal, Skrill, Webmoney, Neteller und wie sie alle heissen. Man ist der Willkür der Betreiber ausgeliefert. Bitcoin hingegen mag zwar nicht anonym sein, aber Bitoin ist bis zu einem gewissen Grad zensurresistent und Transaktionen sind unumkehrbar. Dies kann ein grosser Vorteil sein.