Do. Aug 11th, 2022

Die aktuelle Coronakrise erschüttert mal wieder die globalen Finanzmärkte. So müssen die Staaten weltweit Milliarden in die Finanz- und Wirtschaftsmärkte pumpen, damit die Weltwirtschaft nicht kollabiert. Zahlreiche Konjunkturpakete versorgen die Welt also mit Liquidität. Die Deutsche Bank hat nun in einem Tweet darauf hingewiesen, dass Bitcoin und CBDC (digitales Zentralbankgeld) von der Krise profitieren werden. Das komplette Bargeld soll abgeschafft und in Zukunft durch digitales Zentralbankgeld ersetzt werden. Der komplette Kryptomarkt könnte von dieser Entwicklung profitieren.

Bitcoin oder CBDC?

Nun stellt sich natürlich die Frage, welche der beiden digitalen Währungen sich durchsetzen wird. Auf der einen Seite stehen die Befürworter des Bitcoins, die von den Kryptowährungen überzeugt sind. Auf der anderen Seite gibt es vor allem die globalen Banken, die digitales Zentralbankgeld einführen wollen. Sie sind natürlich der Ansicht, dass der Bitcoin nach der Einführung von CBDC überflüssig ist. Doch so einfach ist die Situation letztlich nicht, denn es handelt sich um unterschiedliche Währungen.

Banken können seit einiger Zeit Bitcoins verwahren und an ihre Kunden verkaufen. Zahlreiche Banken haben Interesse daran bekundet, sodass zu erwarten ist, dass die Nachfrage nach dem Bitcoin in Zukunft deutlich steigen wird. Diverse Banken steigen also in das Geschäft mit Kryptowährungen ein. Wenn nun digitales Zentralbankgeld das Bargeld ersetzt, brauchen wir dann noch den Bitcoin?

Tatsächlich gibt es einen großen Unterschied zwischen dem Bitcoin und CBDC. Digitales Zentralbankgeld wird nämlich von einer zentralen Institution gesteuert. In diesem Fall einer Zentralbank oder mehrerer Zentralbanken. Das bedeutet, dass diese Zentralbanken die Geldmenge beliebig erhöhen und somit das digitale Zentralbankgeld entwerten können. Exakt das wird in jeder Finanzkrise mit dem Bargeld gemacht. Bitcoin kritisiert diese zentrale Steuerung der Geldmenge. Die maximale Anzahl an verfügbaren Bitcoins ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt.

Daher handelt es sich bei den beiden vorhandenen digitalen Einheiten um unterschiedliches Geld. Die Deutsche Bank versucht, den Verbrauchern das digitale Geld als Verbesserung zum alten Bargeld zu verkaufen. Mit Einführung einer digitalen Zentralbankwährung würde sich jedoch nichts ändern. Mit dem Tweet über den möglichen Aufstieg von digitalem Zentralbankgeld hat die Deutsche Bank jedoch unbewusst Werbung für Bitcoin und andere Kryptowährungen gemacht.

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