Fr. Jan 27th, 2023

Nicolás Maduro plant, einen halben Petro an venezolanische Bürger zu verschenken. Berechtigt sind alle, die Nutzer der Petro App sind. Das Projekt soll eine Annäherung an die venezolanischen Kryptowährung unterstützen.

0,5 Petros für alle Nutzer der Petro App

Der Präsident Venezuelas, Nicolás Maduro, kündigte die Vergabe von 0,5 Petros an. Diese entsprechen einem Wechselkurs von etwa 30 US-Dollar. Der Betrag kommt somit dem Fünffachen des venezolanischen Mindestlohns gleich.
Als berechtigte Empfänger nannte Maduro Personen, die die Petro App nutzen. Wer die einmalige Leistung empfangen möchten, muss vorher die App des südamerikanischen Landes herunterladen und sich registrieren.
Die Petro App stellt ihren Nutzern dabei eine Wallet zur Verfügung. Diese ermöglicht das Trading mit digitalen Währungen. So können Petros beispielsweise gegen Bitcoin, Ethereum und Litecoin getauscht werden.

Petro-Projekt schließt sich an Versuch von 2018 an

2018 startete die venezolanische Regierung bereits ein ähnliches Projekt, das über das „Patria“-System ablief. Die Regierung konnte sozioökonomische Daten erfassen. Im Gegenzug folgte die Vergabe verschiedener „Boni“. Dabei wurden Token vergeben, die Empfänger gegen Fiat eintauschen konnten. Um über diesen zu verfügen, musste eine Verbindung zwischen einem Bankkonto sowie dem Patria-Konto stattfinden.
Das Petro-Projekt folgt nun einem ähnlichen Prinzip. Personen, die den Fallschirmabwurf erhalten, können diesen gegen Bolivar eintauschen. Ist ein entsprechendes Konto mit der Petro App verbunden, wird der „Boni“ direkt auf dem Bankkonto gutgeschrieben.

Petro-Projekt wird von Kritik begleitet

Bisher wurde das Vorhaben der Regierung Venezuelas als komplex kritisiert. Insbesondere die ältere Generation bevorzugt außerdem traditionelles Geld.
Das neue System verfolgt jedoch eine Vereinfachung des Trading-Prozesses. Dabei wird versucht, die Bankenvermittlung abzuschaffen. Ist das Projekt erfolgreich, könnte es einen wichtigen Schritt in Richtung Kryptowährungen bedeuten. Allerdings hat die venezolanische Regierung noch einen weiten Weg vor sich.

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