In Südafrika schrumpfen die Fördermengen von Gold. Der Bergbau förderte im vergangenen Oktober über 1 Prozent weniger, als es vor einem Jahr der Fall war. Geht Südafrika nun bald das Gold aus?

Sinkende Förderungsraten

Im September des Jahres 2017 konnte Südafrika letztmalig steigende Werte im Goldabbau verzeichnen. Diese ergaben sich aus einem Vergleich zum Vorjahr 2016. Seither musste sich das Land jedoch sinkenden Fördermengen stellen. Die vergangenen 25 Monate zeigen dabei einen Rückgang der Bergbauarbeiten und eine rückläufige Goldförderung.

Im Mai dieses Jahres ergab sich mit minus 24,2 Prozent die grösste Differenz im Vergleich zum Vorjahr. Während sich die schrumpfenden Fördermengen im Juni 2019 auf minus 16 Prozent verbesserten, konnten sie sich ab August auf über minus 10 Prozent retten.
Bis Oktober dieses Jahres konnte sich der rückläufige Bergbau zwar weiter verbessern. Doch ist die Fördermenge im Vergleich zum Vorjahr 2018 immer noch um 1,2 Prozent geringer.

Steigender Goldabsatz

Obwohl die Fördermengen sinken, stiegt der Goldverkauf Südafrikas. Im Vergleich zum Vormonat konnte das Land einen Anstieg um knapp 8 Prozent verzeichnen. Der September dieses Jahres zeigte sogar fast eine Verdoppelung des Goldabsatzes.
Die Daten entstammen dabei dem aktuellen Monatsbericht, den die Statistikbehörde Stats SA veröffentlichte. Neben Vergleichen in Prozent werden üblicherweise jedoch keine absoluten Förderzahlen genannt.

Schrumpfender Goldmarkt

Südafrika konnte sich bis ins Jahr 2006 als den weltweit stärksten Gold-Förderer bezeichnen. Bis zum Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts förderte der Bergbau jährlich rund 600 Tonnen Gold. Nach einer Ablösung durch China förderte Südafrika 2018 allerdings nur noch rund 140 Tonnen des Edelmetalls. Laut dem U.S. Geological Survey besitzt das Land jedoch weitere Goldreserven, die derzeit auf etwa 6.000 Tonnen geschätzt werden.

Trotz vorhandener Reserven wirken sich schwierige Förderbedingungen, die Streiks und einen Bergbau in extremer Tiefe einschließen, negativ auf die Goldförderung aus. Zusätzlich beeinflussen eine rückläufige Mineralisierung innerhalb der Gesteine sowie das Wegfallen neuer Goldfunde die Produktionszahlen negativ.

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