Bei über 20 Milliarden US-Dollar soll der Wert des Telegram Open Network (TON) binnen der kommenden fünf Jahren liegen. Eine Untersuchung des digitalen Vermögenswertfonds und Blockchain-Unternehmens Decentral Park Capital legt diesen Schluss nahe.

TON-Kryptowährung Gram besitzt ausreichend viel Potential

Das zur Untersuchung erstellte Dokument umfasst 59 Seiten und hört auf den Titel „Stand des Telegram Open Network: Erwachen eine schlafenden Riesen“. Darin behaupten die Experten von Decentral Park Capital, dass die TON-eigene Kryptowährung Gram (GRM) das Potential dazu hat, in fünf Jahren zur den besten zehn Protokoll-Vermögenswerte weltweit zu gehören.

Im Rahmen der durchgeführten Studie wird immer wieder auf das hohe Wachstumspotential von TON hingewiesen. Zudem betonen die Ersteller des Dokuments, dass es jenen Leuten einen Zugang geben könne, die keinen direkten Zugang zu Bankendienstleistungen hätten. Außerdem ist es nach Auffassung der Experten gut möglich, dass TON als „Gateway für Krypto-Vermögenswerten dienen könne. Das TON als erstes für Web-3.0-Anwendungen konzipiert sein wird, sei lediglich eine Frage der Zeit.

Bislang noch nicht alle Hürden bewältigt

Decentral Park Capital gibt in dem Untersuchungsbericht zu verstehen, dass TON noch einige externe sowie interne Fragestellungen bewältigen müsse, um seine Technologien voll ausschöpfen zu können. Darüber hinaus seien eine mangelnde Offenheit den Entwicklern gegenüber, die nachteilige Haltung von Regierungen auf der ganzen Welt sowie das wahrscheinlich Ungleichgewicht zwischen Verkaufsdruck und Nachfrage wesentlich Einflussfaktoren, welche sich auf den Erfolg bzw. Misserfolg der Kryptowährung auswirken können.

Im Vergleich zu anderen Plattformen gilt TON gegenüber Entwicklern als eher verschlossen. Um Regierungen milde zu stimmen, sollte laut Studie der Wertfluss von Fiat zu GRMs deutlich entschleunigt werden. Durch das geringe Interesse von Krypto-Investoren kann kurz- bis mittelfristig dazu führen, dass ein Ungleichgewicht bei Vermögenswert und Nachfrage entsteht.

Telegram darf seine Token in den USA nicht verkaufen:

Die Regulierungsbehörde SEC hat einen Antrag auf eine Notmassnahme und einstweilige Verfügung bei einem Gericht in Manhattan eingereicht. Dies gegen die Nachrichtenapp und das Telegram Open Network (TON), wie die Behörde mitteilt. Laut der Behörde wurde der Verkauf der GRM-Token nicht registriert. Die SEC sieht die Tokens als Wertpapiere und finden deshalb: Sie hätten registriert werden müssen.

Vielleicht sieht die SEC aber auch nur eine Gelegenheit, durch eine Busse an neue Steuergelder zu kommen. Bereits der Token Sale der EOS Plattform wurde breanstandet. Das US-Startup Block.one stimmte vor eineiger Zeit einer Geldstrafe in Höhe von 24 Millionen Dollar zu. Die Busse resultiert ebenfalls daraus, dass das Blockchain-Unternehmen einen milliardenschweren ICO durchführte, ohne dass dieser bewilligt worden wäre. Mit der Busse werden nun auch Gebühren der US-Regulierungsbehörden beglichen. EOS sammelte gemäss Berichten 4 Milliareden an Investionen ein und war damit das grösste Crowdfunding überhaupt. 24 Millionen Busse sind dagegen ein Klacks. Auch Telegram ist sehr gut finanziert und viele Leute warten nur darauf, ebenfalls ins TON-Netzwerk investieren zu können.