Mo. Mai 27th, 2024

Betrüger in China betreiben Bitcoin Mining in Millionenhöhe: In China sorgt ein Betrügernetzwerk für großes Aufsehen. Internet-Cafés wurden von einem Unternehmen in der Provinz Henan gekapert, um für einen Betrug benutzt zu werden. Auf allen Rechnern wurde eine Trojaner-Software installiert, um diese anschließend für Bitcoin-Mining zu nutzen. Weitere Komplizen halfen beim Betrug, sodass alle Beteiligten Millionengewinne erzielen konnten.

Vom Internet-Café zur Bitcoin-Mine

China wurde kürzlich Mittelpunkt eines Bitcoin-Betrugs. Im gesamten Land liegt ein Bitcoin-Mining-Verbot vor. Um dieses zu umgehen und Millionengewinne zu erzielen, installierte ein Betrügernetzwerk in der chinesischen Provinz Henan Trojaner-Software auf allen Rechnern Tausender Internet-Cafès. Anschließend wurde verbotenerweise Krypto-Mining betrieben, welches für Gewinne in Millionenhöhe sorgte. Der Betrug soll bereits seit mehreren Jahren gelaufen sein. Betroffen sind landesweit gemäss einem Bericht auf CCTV über 9’000 Internet-Cafés. Neben dem beheimateten Unternehmen waren zahlreiche Komplizen beim Betrug involviert. Alle Komplizen waren als Techniker getarnt, welche ohne das Wissen der Café-Besitzer die Schadsoftware per Fernsteuerung auf die Computer schleusten. Die Drahtzieher hinter dem Betrug bezahlten hierbei die Tausenden Computertechniker, damit sie den Trojaner installieren. Inzwischen wurden die Drahtzieher hinter dem Bitcoin-Mining-Kollektiv verhaftet. Weitere Ermittlungen wurden zudem in Gang gesetzt. Die als Dienstleistungsunternehmen getarnte Firma aus Zhengzhou, Henans Provinzhauptstadt, soll laut den neuesten Untersuchungen die Software nicht nur installiert, sondern ebenso entworfen haben.

Betrug in Millionenhöhe

Wie lange genau der Betrug lief, liegt laut aktuellen Ermittlungsergebnissen noch nicht vor. Dennoch soll der jahrelange Betrug knapp 100 Millionen Yuan bzw. rund 12,7 Millionen Euro erzielt haben. Zudem sollen Schmiergelder von knapp 2,5 Millionen Euro geflossen sein. Berichten zufolge sollen bereits 2018 erste Hinweise den Ermittlern zugespielt worden sein. Warum die Polizei bisher noch nicht früher den Betrug auffliegen ließen, ist allerdings nicht bekannt.

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