Kryptowährungen werden immer beliebter und sind dank Facebook Libra derzeit in aller Munde. Doch um als ein weltweit anerkanntes Zahlungsmittel akzeptiert zu werden, müssen die digitalen Währungen ihre Leistungsfähigkeit in Sachen Skalierbarkeit deutlich erhöhen. Um den globalen Durchbruch zu feiern, müssen die Kryptowährungen zehntausende Transaktionen in nur einer Sekunde durchführen können. Beim Erreichen dieses Ziels setzt Marktführer Bitcoin auf das Lightning Network, das auf dem Seg-Wit-Protokoll basiert. Mit der Privacy Coin Zcash nimmt sich nun eine weitere Kryptowährung der Herausforderung der Skalierbarkeit an.

Zcash stellt an sich selbst den Anspruch, seinen Nutzern einen barrierefreien, leicht umsetzbaren und vor allem anonymen Zahlungsverkehr zu ermöglichen. Die Privacy Coin hat mit Edward Snowdon auch einen prominenten Unterstützer. Hinter dem neuen Sharding-Protokoll von Zcash steckt die Electric Coin Company (ECC). Die ECC-Entwicklerin Daira Hopwood hält grundsätzliche Änderungen an der Blockchain für erforderlich, wenn man hinsichtlich der Skalierbarkeit einen deutlichen Sprung nach vorne machen möchte. Mit Hilfe des Sharding-Protokolls soll es für Nutzer möglich sein, ihre Coins von einer Blockchain auf die andere zu übertragen. Und zwar verlustfrei.

Nathan Wilcox, der Chief Technology Officer der ECC, hat große Pläne. Wenn es nach ihm geht, dann wird Zcash bis 2050 von 10 Milliarden Menschen gleichzeitig benutzt werden können. Also von der gesamten Weltbevölkerung. Dabei will Zcash auch weiterhin sein Versprechen einhalten und Anonymität gewährleisten. Auch in dieser Hinsicht ist das Sharding-Protokoll von großem Nutzen für die Privacy Coin. Man darf gespannt sein, ob die hochgesteckten Ziele am Ende auch erreicht werden.