Aufgrund des gestiegenen Stromverbrauchs verbietet die iranische Elektrizitätsagentur das Mining von Bitcoin. Auch soll die iranische Regierung gezielt nach Minern suchen. Der Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerkes und dessen CO2-Ausstoss sind ja immer wieder mal Thema und mittlerweile gibt es auch erste Analysen dazu.

Bitcoin-Miner im Iran unter Druck

Kaum geht es mit der Wirtschaft und insbesondere der Währung eines Landes bergab, flüchten immer mehr Menschen zu den Kryptowährungen, vor allem Bitcoin. Das zeigt sich erneut am Beispiel Iran. Die Inflation und die wirtschaftlichen Sanktionen machen den Menschen zu schaffen, während sie gleichzeitig vom internationalen Finanzmarkt abgeschnitten sind. Das erhöht die Nachfrage nach Bitcoin und dem Mining.

Laut Iran Front Page suchen die iranischen Behörden derzeit gezielt nach Minern, welche iranische Elektrizität für das Schürfen nutzen. Der Grund dafür ist der erhöhte Stromverbrauch: Um sieben Prozent soll dieser gestiegen sein. Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft macht dafür hauptsächlich das Mining im Lande verantwortlich. Im Iran wird der Strom vom Staate subventioniert. Pro Jahr gibt die Regierung Subventionen im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar aus, um den Strom für die Bevölkerung erschwinglich zu machen. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe dafür, dass das Mining sich im Iran überhaupt lohnt.

Ausserbörslicher Handel immer wichtiger

Dadurch wird es im Iran immer schwieriger, an Bitcoin zu kommen. Auch die Exchanges werden streng reguliert. Doch gerade jetzt, in Anbetracht der steigenden Preise von Bitcoin, gewinnt der außerbörsliche Handel immer mehr an Bedeutung. In Telegram-Gruppen treffen sich die Bitcoin-Enthusiasten zum Handel. Letztlich zeigt es, dass eine Kryptowährung wie Bitcoin Wirtschaftssanktionen wie die gegen den Iran umgehen könnte. Lediglich die iranische Führung hat das Potential von Bitcoin noch nicht erkannt.

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