Stehen wir am Anfang eines weiteren, grossen Bitcoin-Skandals? Der momentan umsatzstärkste Bitcoin-Handelsplatz Bitstamp.net ist down. Die Hinweise verdichten sich, dass eines oder mehrere der operativ aktiven rsp. sogenannten „Hot Wallets“ von Bitstamp gehackt wurde. So informierte Bitstamp seine Kunden via E-Mail:

Dear customer,

Today our transaction processing server detected problems with our hot wallet and stopped processing withdrawals.

You should STOP SENDING bitcoin deposits to your Bitstamp account IMMEDIATELY as private keys of your deposit address may be lost.

Your bitcoins already deposited with us are stored in a cold wallet and can not be affected.

We will send you more info as soon as possible.

Best regards,

Bitstamp team

bitstamp

Also technikafiner Bitcoin-Blogger sage ich das natürlich ungern, aber wenn ich Sätze wie

„stopped processing withdrawals“
und

„We have reason to believe that one of Bitstamp’s operational wallets was compromised on January 4th, 2015.

lese, dann tönt so recht nach Worst Case Szenario. Also auf gut Deutsch: „Auszahlungen gestoppt. Wir wurden eventuell gehackt. Ihr Private Key von ihrem Bitcoin-Wallet könnte sogar gestohlen worden oder für immer verloren sein, wir nehmen alles sehr ernst aber ehrlich gesagt, wir haben keine Ahnung.“

Nachtrag 6.1.2015 15.43 Uhr: Mittlerweile ist die Rede von „a loss of less than 19,000 BTC“, so steht es jedenfalls auf der Website bitstamp.net. Der Handelsplatz ist immer noch offline. (19’000 Bitcoins sind etwas mehr als 5 Mio USD)