In der Finanzwelt ist es üblich: Rating-Agenturen, die Länder, aber auch Konzerne und Währungen nach deren Vertrauenswürdigkeit bewerten. Standard & Poors, Moodys, es gibt viele bekannte Firmen in der Branche, und sie haben sehr viel Macht.

Auch für Kryptowährungen gibt es Rating-Agenturen, die die verschiedenen Währung bewerten und miteinander vergleichen. Weiss Ratings heißt die Firma, die Untersuchungen mit den digitalen Währungen anstellt. Die Firma selbst wurde schon 1971 gegründet und ist seit langer Zeit im Finanzsektor tätigt. 2018 begann sie dann, Kryptowährungen zu bewerten und zu vergleichen. Insgesamt 122 Währungen hat die Firma untersucht.

Es gibt vier Kategorien, nach denen die Währungen bewertet werden: Risiko, Akzeptanz, Technologie und Ertrag. Sie sind in die zwei Teile Risiko/Ertrag und Technologie/Akzeptanz eingeteilt. Die Noten reichen von der Bestwertung A bis zu F, was die schlechteste Note der Skala darstellt.
In Risiko/Ertrag wird bestimmt, ob die bewertete Kryptowährung sehr volatil ist und ob es zur Zeit starke Preisrückgänge gibt, sowie das Gewinnpotential und die Renditen, die mit der Währung erzielbar sind.

In Technologie/Akzeptant geht es um den Grad der Anonymität, die Komplexität der Geldpolitik der Währung, Steuerungsmöglichkeiten, Energieeffizienz, Skalierungsmöglichkeiten und die Möglichkeit, die Währung mit anderen Blockchains gemeinsam zu nutzen. Die Gesamtnote wird zu gleichen Teilen aus den vier Kategorien gebildet. Die Bestnote A wurde schlussendlich für keine Währung vergeben. Grund ist vor allem die schlechte Preisentwicklung aller Kryptowährungen in den letzten Monaten. Bitcoin schaffte eine Wertung von B-, die Währung verbesserte sich von einem C+. Ripple und EOS erhielten ebenfalls ein B-. 27 Währungen erhielten ein C, 75 ein D und 16 ein E, das F wurde nicht vergeben.