Frankreich hat den Nutzen und die Potenziale von Kryptowährungen für sich schon früh entdeckt. Die Regierung kümmert sich daher darum, dass diese in die normale Wirtschaft und den Alltag integriert werden. Die freundliche Haltung, die gegenüber den Unternehmen herrscht, hilft dabei, dass Anleger und Investoren sich für diese Geldform interessieren und damit handeln sowie ihre Ersparnisse darin anlegen.

Wie genau verhält sich die Regierung?

Die Kapitalertragsteuer auf Kryptogewinne ist dabei ein großes Thema. Weitgreifende Änderungen sind hier für das nächste Jahr geplant, die dafür sorgen, dass es zu einer Gleichbehandlung von Digital- und Realgeld kommt. Eine Gesetzesnovelle ist hierfür vorgesehen. Schließt sich eine Mehrheit der Parlamentarier diesem Vorschlag an, dann sinkt der Steuersatz von 36,2 Prozent auf 30 Prozent. Somit wäre er dann so hoch wie bei Erträgen aus anderen Anlageformen. Die Finanzkommission der Nationalversammlung kümmert sich um dieses Vorhaben und erarbeitet dazu einen Gesetzesentwurf. Kommt es zu dieser Verringerung der Abgaben, dann steigt die Attraktivität von Kryptogeschäften, da die Gewinne nun höher Ausfallen. Davon profitiert im Endeffekt der französische Staat, der durch den erhöhten Handel sich über ein Einnahmeplus freuen darf.

Mögliche Schwierigkeiten

Doch das Zweikammersystem in Frankreichs Parlament stellt eine Hürde dar. Neben der Nationalversammlung muss auch der Senat diesem Vorhaben zustimmen. Die Abgeordneten beraten den Vorschlag in den nächsten Tagen, doch es herrscht Zeitdruck, da die neue Regelung schon ab dem 01.01.2019 greifen soll. Experten gehen davon aus, dass es zu einer Annahme kommt, doch kurzfristige Probleme können noch immer noch das von Präsident Macron initiierte Vorhaben gefährden.