Die US-amerikanische Options- und Terminbörse CBOE in Chicago führte zu Beginn des Dezembers 2017 den Handel mit Bitcoin-Futures oder Bitcoin-Terminkontrakten ein und mit einwöchiger Zeitversetzung zog die CME als weltweit größte Terminbörse nach. Während dem CBO-Future ein Volumen von einem Bitcoin zugrunde liegt, wetten Spekulanten auf den CME-Feature mit fünf Bitcoins. Seit der Einführung hat das tägliche Handelsvolumen von Bitcoin-Futures im Durchschnitt stetig zugenommen. Das Average Daily Trading Volume (ADTV) der CME belegt, dass der Anstieg der Bitcoin-Terminkontrakte im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal 2018 rund 41 Prozent beträgt. Laut der Statistik erstreckt sich das absolute Wachstum in den ersten drei Quartalen von 1.854 über 3.577 bis hin zu 5.053 Termingeschäften pro Tag. Zum Publikationszeitpunkt kostet ein Bitcoin rund 6.380 Dollar.

Einfluss von Bitcoin-Futures auf die Wertentwicklung der Kryptowährung

Vor dem Handel mit Bitcoin-Futures vollzog sich auf dem Kryptowährungsmarkt im Jahre 2017 der bis dato größte Kapitalzufluss sowie eine florierende Preisentwicklung mit einem historischen Kurs von knapp 20.000 US-Dollar. Nur wenige Wochen nach der offiziellen Einführung der Bitcoin-Terminkontrakte verlor die bedeutendste Kryptowährung fast 70 Prozent ihres Wertes. Experten erkennen einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem rasanten Anstieg und dem folgenden Kurssturz des Bitcoins infolge der Termingeschäfte. Während Investoren zuvor nur von Wertsteigerungen profitieren konnten, haben Anleger via Bitcoin-Future erstmals auf einen fallenden Kurs spekulieren können. Einige einflussreiche Akteure, die negative Wetten auf die Kursentwicklung des Bitcoins abschließen, hätten den Bitcoin-Preis nach unten gedrückt und würden dies weiterhin versuchen.

Terminkontrakte: Lösungsansatz zur Stabilisierung des Bitcoins

Grundsätzlich ist ein Bitcoin-Future ein Derivat, das nur auf dem Papier als Referenzgröße gehandelt wird. Hierdurch weicht die Nachfrage nach realen Bitcoins und die nach Bitcoin-Termingeschäften zum Teil massiv voneinander ab. Um die auf 21 Millionen Stück limitierte Kryptowährung zu schützen, soll in Zukunft das Unternehmen Bakkt physische Bitcoin-Kontrakte einführen. Hierdurch müssten Käufer von Bitcoin-Futures die realen Basiswerte beziehen und bezahlen. Dies könnte die Schwankungsbreite der Digitalwährung eingrenzen.

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