Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC hat am 18. Oktober 2018 bekanntgegeben, den Strategic Hub for Innovation and Financial Technology (kurz: FinHub oder FinTech) zu starten, um Sachfragen zur Regulierung des Bitcoins, der Blockchain-Technologie und weiterer Kryptowährungen zu klären. Die United States Securities and Exchange Commission verfolgt das Ziel, interne Stellen auszulagern, hierdurch die SEC zu entlasten und mithilfe der neu geschaffenen Außenstelle die Kompetenzen rund um die angestrebte regulierende Koordination der Digitalwährungen zu bündeln.

Die Funktionen des FinHub im Überblick

Mithilfe des Portals haben Unternehmen, Industrie und öffentliche Institutionen die Möglichkeit, mit SEC-Mitarbeitern über technologische Entwicklungen und zukunftsweisende Ideen zu diskutieren. Darüber hinaus informiert die Börsenaufsicht via FinTech-Server über eigene Initiativen und Veranstaltungen und veröffentlicht Publikationen. Ein wichtiger Teil des FinHub ist das FinTech-Forum, bei dem die Themen digitale Kapitalanlagen und Vermögenswerte (Krypto-Assets) sowie Transaktionen im Rahmen der Distributed-Ledger-Technologie im Vordergrund stehen. Zudem soll die Plattform als Clearingstelle für Mitarbeiter der SEC dienen und es somit erleichtern, das Fachwissen aus dem FinTech zu nutzen und in der Börsenaufsicht auszutauschen. Im Bereich der Anwendung fungiert das Portal als Schnittstelle zu nationalen wie internationalen Aufsichts- und Regulierungsbehörden, um gemeinsame Lösungen bezüglich der neuen technologischen Herausforderungen zu entwickeln und eine wirksame Aufsicht und Kontrolle in einem System zu realisieren.

Zentralisiertere Bitcoin-Regulierung

Der Vorsitzende der SEC, Jay Clayton, stellte in der offiziellen Pressemitteilung Valerie A. Szczepanik als Leiterin des neuen FinHub vor. Zur Ernennung führte er aus, dass es das oberste Ziel sei, die Innovationen am Wertpapiermarkt zu überwachen und den Schutz für Anleger zu verbessern. Hierzu müssten Aufsichtsbehörden schneller und flexibler reagieren können. Es sei die Pflicht der Securities and Exchange Commission, innovative Ansätze zur Kapitalbildung, von Finanzdienstleistungen und von Marktstrukturen im Interesse aller Akteure inklusive Investoren zu fördern, aber auch verträglich auszugestalten.

Mithilfe der anvisierten Regulierung dürften die typisch dezentralen Kryptowährungen einen Teil ihrer Unabhängigkeit durch Börsengesetze und regulative Systeme verlieren.